Ob Fluggesellschaften die niedrigere Steuer tatsächlich über günstigere Ticketpreise an ihre Kunden weitergeben, ist allerdings offen. Denn die Maßnahme ist in erster Linie dafür gedacht, deutsche Luftverkehrsunternehmen zu stärken. Lesen Sie hier, an welchen Flughäfen die Tickets besonders billig sind.

Neue Gebühr für Bestellungen

Wer Waren im Wert von bis zu 150 Euro aus einem Nicht-EU-Land bestellt, muss ab dem 1. Juli mit zusätzlichen Kosten rechnen. Für solche Sendungen wird künftig eine pauschale Zollgebühr von drei Euro erhoben. Betroffen sind unter anderem Bestellungen aus China, den USA oder Großbritannien.

Höhere Mindestlöhne in der Altenpflege

Beschäftigte in der Altenpflege erhalten ab Juli mehr Geld. Der gesetzliche Mindestlohn steigt für Pflegehilfskräfte auf 16,52 Euro pro Stunde (vorher: 16,10 Euro). Qualifizierte Pflegehilfskräfte bekommen künftig mindestens 17,80 Euro (vorher: 17,35 Euro), examinierte Pflegefachkräfte mindestens 21,03 Euro pro Stunde (vorher: 20,50 Euro).

Rücknahmepflicht für E-Zigaretten

Wer ausgediente E-Zigaretten entsorgen möchte, hat künftig mehr Möglichkeiten. Ab dem 1. Juli müssen auch Kioske, Tankstellen und andere kleinere Verkaufsstellen alte Geräte kostenlos zurücknehmen.

Bislang war das nur bei Wertstoffhöfen, kommunalen Sammelstellen oder größeren Händlern möglich. Wichtig für Verbraucher: Die Rückgabe ist kostenlos und nicht an den Kauf einer neuen E-Zigarette gebunden. Außerdem müssen Händler künftig deutlich auf die Rückgabemöglichkeit hinweisen.

Neue Regeln für Kryptobörsen

Ab dem 1. Juli dürfen Kryptobörsen ihre Dienste in der EU nur noch anbieten, wenn sie eine sogenannte MiCA-Lizenz besitzen. Diese Erlaubnis gilt dann europaweit. Plattformen ohne gültige Lizenz müssen ihr Angebot für Kunden in der EU einstellen und Konten geordnet abwickeln.

Betroffen sein könnten unter anderem Nutzer großer Anbieter wie Binance oder Bitget, sofern diese bis zum Stichtag keine gültige Zulassung vorweisen können. Wer Kryptowährungen auf einer solchen Plattform liegen hat, sollte prüfen, ob der Anbieter lizenziert ist, und das Guthaben gegebenenfalls rechtzeitig übertragen oder sich auszahlen lassen.

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