Günther verteidigt Grünen bei „Maischberger“

„Maßlos übertriebenes Bashing“


21.05.2026 – 03:23 UhrLesedauer: 3 Min.

Daniel Günther (CDU): Der Ministerpräsident von Schleswig-Holstein war am Mittwoch bei „Maischberger“ zu Gast. (Quelle: Soeren Stache/dpa/dpa-bilder)

Lieber Reiche oder Habeck? CDU-Ministerpräsident Daniel Günther antwortet diplomatisch – aber vielsagend.

Kann Berlin von schwarz-grünen Landesregierungen noch etwas lernen? Diese Frage hat Sandra Maischberger am Mittwochabend mit ihren Gästen diskutiert. Dabei stellte sie die These in den Raum, dass eine schwarz-grüne Koalition für die Umsetzung von Reformen möglicherweise besser geeignet wäre.

Der Leiter des ARD-Hauptstadtstudios, Markus Preiß, teilte diesen Eindruck: Durch das Schlechtreden der Grünen habe sich die Union eine Option genommen, so seine Einschätzung. Schwarz-Grün wäre jedoch bei den bevorstehenden Reformen in vielen Punkten wohl besser übereinkommen als Schwarz-Rot. Mit Blick auf die Zukunft sei vor allem wichtig, ob Unionschef Markus Söder seine kritische Einstellung gegenüber den Grünen ablege, so seine Bewertung.

Die Gäste

  • Daniel Günther (CDU), Ministerpräsident Schleswig-Holstein
  • Rüdiger von Fritsch, ehemaliger Botschafter in Moskau
  • Gudrun Engel, ARD-Studioleiterin in Washington
  • Markus Preiß, Leiter des ARD-Hauptstadtstudios
  • Jagoda Marinić, Autorin
  • Jan Fleischhauer, „Focus“-Journalist

Auch „Focus“-Kolumnist Jan Fleischhauer sah in einer schwarz-grünen Regierung auf Bundesebene durchaus Vorteile: „Ich glaube, das Land wäre heute weiter, wenn es Schwarz-Grün gegeben hätte“, erklärte er und fügte hinzu: „Weil die SPD so eine verschlissene, kaputte Truppe ist.“

Mit seiner Kritik ging Fleischhauer noch weiter: Die Partei um die Doppelspitze aus Lars Klingbeil und Bärbel Bas zeige „nur noch regressive Tendenzen“, so der Journalist. Der „Blick in den Abgrund“ habe bei den Sozialdemokraten eine „Jetzt erst recht“-Haltung ausgelöst. „Diese Panik haben die Grünen nicht“, so sein Urteil.

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Maischberger nimmt Günther in die Mangel

Wie gut CDU und Grüne harmonieren können, berichtete der Ministerpräsident von Schleswig-Holstein, Daniel Günther, im Studio. Seit 2022 steht er an der Spitze einer schwarz-grünen Koalition. Maischberger wollte von ihm wissen: Wer ist besser – die aktuelle CDU-Wirtschaftsministerin Katherina Reiche oder ihr Vorgänger, Grünen-Politiker Robert Habeck? Er sei nicht sehr gut darin, Vergleiche zu machen, versuchte Günther auszuweichen. Doch die Moderatorin ließ nicht locker: „Wen würden Sie in ihr Kabinett holen?“, hakte sie nach.

Er mache keinen Hehl daraus, dass er mit Habeck, der Teil seines Kabinetts gewesen sei, „extrem gut“ zusammengearbeitet habe, so der CDU-Mann. Der Grüne habe seine Aufgabe professionell gemacht und Schleswig-Holstein habe ihm viel zu verdanken, stellte Günther klar. Manches „Bashing“, das gegen Habeck stattgefunden habe, sei aus seiner Sicht „maßlos übertrieben“ gewesen, fügte er hinzu. An anderer Stelle gestand er jedoch auch ein, dass er Habecks Heizungsgesetz in der Praxis „auch nicht genau erklären“ könnte. Mit Blick auf Wirtschaftsministerin Reiche erklärte Günther schlicht man habe eine „vernünftige Zusammenarbeit“.

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