500-Millionen-Euro-Projekt
Startet die Formel 1 bald in Dänemark?
10.06.2026 – 17:36 UhrLesedauer: 2 Min.
Dänemark plant einen neuen Motorsport-Komplex nahe der deutschen Grenze. Das 500-Millionen-Projekt soll Formel1-Standards erfüllen und Platz für 100.000 Fans bieten.
Dänemark ist seit Jahrzehnten für seine motorsportbegeisterte Szene bekannt, doch bislang fehlte vor allem eins, um den Hype im Land noch größer zu machen: eine Rennstrecke, die internationalen Ansprüchen genügt. Das könnte sich schon bald ändern: Mit dem „Circuit of Denmark“ ist ein ambitioniertes Bauvorhaben in Planung, das dem Land in den kommenden Jahren erstmals die Chance auf ein Formel-1-Rennen eröffnen würde.
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Die Pläne für die neue Anlage wurden Anfang Mai von Henrik Lyngbye Pedersen und seinem Sohn Mathias Lyngbye Villadsen vorgestellt, die als Erben des Novo-Nordisk-Vermögens gelten. Vorgesehen ist ein Motorsport-Komplex auf dem Gelände des heutigen „Padborg Park“ nahe der deutsch-dänischen Grenze, unweit von Flensburg. Die Investitionssumme soll mehr als 500 Millionen Euro betragen. Die künftige Strecke soll mit einer Länge von 6.006 Metern und 18 Kurven zu den größten in Europa zählen und bis zu 100.000 Zuschauern Platz bieten. Für das Streckenlayout ist das Planungsbüro des ehemaligen Formel-1-Piloten Alexander Wurz verantwortlich.
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Noch befindet sich das Projekt in einer frühen Phase. Gespräche mit Grundstückseigentümern laufen, Genehmigungen stehen aus. Ein konkreter Zeitplan für die Fertigstellung liegt nicht vor, die Initiatoren rechnen jedoch mit mehreren Jahren bis zur Realisierung.
Projekt soll mehr als nur eine Rennstrecke sein
Der geplante Komplex soll weit mehr als nur eine Rennstrecke umfassen. Nach Angaben der Projektverantwortlichen sind zusätzliche Einrichtungen für Motocross und Kartsport, Hotels, Konferenzbereiche sowie Angebote für Verkehrssicherheit und Tourismus vorgesehen. Ziel ist es, ein Zentrum für Sport und regionale Entwicklung zu schaffen.
Dänemark hat bereits mehrere Fahrer hervorgebracht, die in der Formel 1 und anderen internationalen Rennserien auf sich aufmerksam machten. Zu den bekanntesten zählen Jan Magnussen und sein Sohn Kevin Magnussen, der in 185 Grand-Prix-Rennen eine Pole-Position und einen Podestplatz erreichte. Auch in anderen Serien wie der IndyCar oder der Formel 2 sind dänische Talente vertreten.
Ob und wann die Formel 1 tatsächlich nach Dänemark kommt, bleibt offen. Die Voraussetzungen für ein Rennen auf skandinavischem Boden könnten mit dem „Circuit of Denmark“ jedoch erstmals geschaffen werden.
