Martínez hat daraus gelernt. Er spricht viel mit den portugiesischen Spielern, erklärt Entscheidungen, lässt Raum für Diskussion. Kritiker werfen ihm vor, zu nachsichtig zu sein. Seine Unterstützer loben, dass er so versucht, eine Mannschaft mit starken Persönlichkeiten wie Ronaldo, Bruno Fernandes oder Bernardo Silva zusammenzuhalten. Martínez steht unter Druck: Diese WM entscheidet auch über seinen Ruf als Nationaltrainer.

Portugal spielt unter Martínez nicht spektakulär, eher seriös. Martínez bevorzugt flexible Grundordnungen, meist ein 3-2-4-1 oder ein asymmetrisches 4-3-3, in dem Linksverteidiger Nuno Mendes viele Freiheiten nach vorne bekommt. Entscheidend ist das Zentrum. Vitinha lässt sich immer wieder zwischen die Innenverteidiger fallen, um das Spiel anzukurbeln. Davor bewegen sich Bruno Fernandes und Bernardo Silva, suchen Überzahlsituationen und kurze Passdreiecke. Am Ende lauert Cristiano Ronaldo.

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