Behörden warnen

Chinesische Hacker übernehmen massenhaft Router


Aktualisiert am 24.04.2026 – 13:11 UhrLesedauer: 1 Min.

Router-Anschlüsse: Hacker infiltrieren dieses Geräte, um Personen auszuspähen. (Quelle: Sina Schuldt/dpa/dpa-tmn/dpa-bilder)

Chinesische Hacker nutzen infiltrierte Geräte, um gezielt Politik und Unternehmen auszuspähen, warnen Sicherheitsbehörden. Das betrifft auch private Geräte.

Sicherheitsbehörden im In- und Ausland warnen vor chinesischen Hackern im staatlichen Auftrag, die ein Netzwerk aus infiltrierten Geräten aufgebaut haben sollen, um Zielpersonen und Unternehmen diskret auszuspähen.

Darüber informieren die Behörden in einem Sicherheitshinweis, den das britische National Cyber Security Centre (NCSC) in Zusammenarbeit mit dem Verfassungsschutz, dem Bundesnachrichtendienst, dem Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik und weiteren internationalen Partnern veröffentlicht hat.

Darin heißt es: „Staatlich geförderte chinesische Cyberakteure haben ihre Taktiken sowie Techniken in den letzten Jahren kontinuierlich angepasst.“

Bei verschiedenen chinesischen Cyberangriffen seien eine individuell angelegte Infrastruktur aus zumeist kompromittierten Endgeräten sowie großflächige Verschleierungsnetzwerke genutzt worden.

Auch kompromittierte Endgeräte in Deutschland würden für solche Kampagnen genutzt. Besonders betroffen sei IT-Infrastruktur für zu Hause oder kleine Büros, sogenannte Smart Devices und Internet-of-Things-Geräte (IoT). In die Kategorie der IoT-Geräte gehören etwa vernetzte Autos.

Genutzt wurde das Netzwerk aus kompromittierten Geräten dem Vernehmen nach, um Zielpersonen im politischen Raum auszuspähen. Auch sensible Daten von Unternehmen stehen demnach im Fokus.

Das NCSC schlägt in seinem Hinweis verschiedene Schutzmaßnahmen vor, darunter die Mehr-Faktor-Authentifizierung für Remote-Verbindungen. Auch das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) hat einen Ratgeber für mehr Router-Sicherheit herausgebracht.

Auf der Webseite „BSI für Bürger“ gibt die Behörde Tipps, wie Verbraucher ihr heimisches Netz gegen Angreifer absichern können.

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