23-Jähriger in Krefeld

CDU-Mitglied schockiert mit Hassvideo

Aktualisiert am 18.06.2026 – 20:31 UhrLesedauer: 2 Min.

CDU-Logo (Archivbild): Ein Parteimitglied in Krefeld hat ein muslimfeindliches Video veröffentlicht. (Quelle: Focke Strangmann)

Ein junges CDU-Mitglied aus Krefeld hat in einem Video Hass auf Muslime geschürt. Die Partei zeigt sich entsetzt, erstattet Strafanzeige und will den Mann rauswerfen.

Menschenfeindliche Äußerungen eines Krefelder CDU-Mitglieds über Muslime lösen in der Partei Entsetzen aus. „Jetzt vergasen wir die Muslime“, hatte ein 23 Jahre alter Christdemokrat in einem über TikTok verbreiteten Video unter anderem gesagt. Zuerst hatte die „Rheinische Post“ berichtet.

Die Landespartei äußerte sich fassungslos. „Wir verurteilen die ekelhaften und menschenverachtenden Aussagen eines Mitglieds auf das Schärfste“, teilte ein Sprecher mit. „Es ist richtig, dass die örtlich zuständige Gliederung der CDU den Sachverhalt zur Anzeige bei der Staatsanwaltschaft gebracht und die notwendigen Schritte für den Ausschluss der Person eingeleitet hat.“ Die örtliche CDU werde dabei von der Landesgeschäftsstelle in Düsseldorf begleitet.

„Ich mach’, was ich will“

In seinem Video sagt der Mann: „Wenn ich weit oben bin, schiebe ich die alle ab. Eigentlich würde ich die lieber umbringen lassen. So vergasen oder so.“ An einen Gesprächspartner gerichtet sagt er: „Wir haben früher die Juden vergast. Und jetzt vergasen wir die Muslime. Was hältst du davon?“ Als der Angesprochene antwortet, das könne er nicht kommentieren, legt der 23-Jährige nach: „Ich kann das. Scheißegal. Ich mach’, was ich will.“

In einer Stellungnahme der CDU Krefeld zu dem Vorgang hieß es, die in dem Video zu hörenden Äußerungen eines Mitglieds der CDU Krefeld seien in jeder Hinsicht menschenverachtend und stünden in krassestem Widerspruch zu den Grundwerten der Christlich Demokratischen Union.

CDU zeigt sich schockiert

„Wir sind geschockt und nehmen die Vorwürfe sehr ernst“, sagte der CDU-Kreisvorsitzende Christopher Schiffer. „Sofort nach Hinweisen auf das Video durch einen Influencer haben wir uns in den Sozialen Medien von den Aussagen des Mitglieds scharf distanziert.“

Die CDU teilte mit, sie habe Strafanzeige bei der Polizei erstattet und arbeite mit den Ermittlungsbehörden in vollem Umfang zusammen, um den Sachverhalt aufzuklären. Ferner leite man noch im Tagesverlauf alle erforderlichen parteirechtlichen Schritte zum Ausschluss des Mitglieds ein.

Nähere Angaben zu dem Mann machte die CDU unter Verweis auf datenschutzrechtliche Gründe zunächst nicht, wie die „Rheinische Post“ berichtete.

Share.
Die mobile Version verlassen