Nullnummer in Berlin
BVB patzt schon wieder – Sorge um Neuzugang
Aktualisiert am 17.10.2026 – 18:39 UhrLesedauer: 2 Min.
Der BVB dominiert das Duell in Berlin über weite Strecken. Was fehlt, sind Szenen im Strafraum.
Borussia Dortmund hat den nächsten Sieg in der Bundesliga verpasst. Beim 1. FC Union Berlin traf das Team von Trainer Niko Kovač auf ein Abwehrbollwerk und kam nicht über ein 0:0 hinaus. Nach dem 2:2-Unentschieden gegen Werder Bremen in der vergangenen Woche ist der BVB nach der Länderspielpause damit noch immer ohne Sieg. Dennoch thront Dortmund vorerst an der Tabellenspitze.
Mit 14 Punkten schoben sich die Dortmunder vorübergehend in die Pole Position vor den SC Freiburg (13 Zähler). Die Breisgauer könnten allerdings am Sonntag (ab 15.30 Uhr im t-online-Liveticker) im Spiel bei Bayer Leverkusen wieder vorbeiziehen. Am Samstagabend hat auch der FC Bayern (11) gegen RB Leipzig die Chance, den BVB zu verdrängen.
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Zum Auftakt der Auswärtswoche hatte der BVB am Mittwoch im norwegischen Bodø gepatzt. Kovač hatte anschließend von seiner Mannschaft gefordert, in Berlin „an die Leistungsgrenze“ zu gehen. Dafür rotierte der Coach auf gleich fünf Positionen und konnte dabei unter anderem wieder auf Nico Schlotterbeck setzen, der in Norwegen nach mehreren Verletzungen noch aus Gründen der Belastungssteuerung gefehlt hatte. Im Sturm brachte Kovač seinen Torjäger Serhou Guirassy.
So lief das Spiel
Gleich zu Beginn ging Ethan Nwaneri jedoch etwas zu übermotiviert in einen Zweikampf mit Unions Tom Rothe und brachte eine Schrecksekunde: Schiedsrichter Daniel Schlager zog die Rote Karte aus der Tasche – zeigte dem Offensivspieler jedoch letztlich die Gelbe (1. Minute). Da Rauchschwaden aus dem Union-Block anschließend minutenlang das Spielfeld in einen dichten Pyro-Nebel hüllten, konnte der BVB kurz durchatmen.
In einer intensiven Anfangsphase zeigten sich die Gäste in den Zweikämpfen robust und sammelten in den ersten 15 Minuten schon drei Gelbe Karten. Dortmund übte Druck aus und übernahm mehr und mehr die Spielkontrolle, fand im letzten Drittel gegen die leidenschaftlich verteidigenden Gastgeber aber kein Durchkommen.
Union setzte kurz vor der Pause ebenfalls Akzente in einer chancenarmen Partie, die weiter von Nickeligkeiten und Fouls geprägt war. Tim Skarke vergab im zweiten Durchgang die Riesenmöglichkeit für Union aus spitzem Winkel (60.). Dortmund tat sich zunächst weiter schwer – zudem musste der kurz zuvor erst eingewechselte Konstantinos Karetsas nach einem Zweikampf mit Rani Khedira von zwei Betreuern gestützt das Feld verlassen (69.).
