Newsblog zum Waldbrand im Hürtgenwald

Brand nähert sich Munitionslager – 1.800 Menschen evakuiert


Aktualisiert am 14.08.2026 – 09:42 UhrLesedauer: 4 Min.

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Der Brand und die Lage vor Ort im Video. (Quelle: dpa)

In Hürtgenwald in der Eifel stehen rund 300 Hektar Wald in Flammen. Ein Ortsteil ist bereits evakuiert worden. Die aktuellen Entwicklungen im Newsblog.

Wegen Ascheregen: Notunterkünfte in Straß geräumt

9.20 Uhr: Die Notunterkünfte in Straß müssen laut der „Aachener Zeitung“ aufgrund des Ascheregens geräumt werden. 60 Personen seien noch dort, sie würden mit Bussen und Rettungswagen zur Förderschule Athenée Royal nach Stockheim gefahren.

Zudem sind laut der Stadt Düren mittlerweile wieder mehrere Hubschrauber im Einsatz, auch von der Bundeswehr und dem Land Nordrhein-Westfalen. Sie tanken Wasser in einem großen Becken oder den umliegenden Talsperren.

Partyservice-Betreiber verteilt Getränke an Helfer

9.12 Uhr: „Gestern waren uns angst und bange“, berichtet Anwohner Mario Napiralla der Aachener Lokalredaktion von t-online. Das Haus des Familienvaters steht in Hürtgenwald-Großhau. Doch die Familie hatte Glück im Unglück: In der Nacht drehte der Wind, der Waldbrand steuert nun auf den Ortsteil Gey zu.

Blick von Mario Napirilla auf die Flammen in der Nacht: Das Haus seiner Familie musste nicht evakuiert werden. (Quelle: Mario Napiralla )

Napiralla will nun helfen: Er ist am Freitagmorgen in der Region unterwegs, um die Rettungskräfte mit Getränken zu versorgen. „Heute werden es bis zu 38 Grad, das müssen die Helfer irgendwie überstehen.“ Als t-online Napiralla erreicht, ist er gerade auf dem Weg zu einer Einsatzzentrale nach Großhau.

Munition aus Zweitem Weltkrieg explodiert vereinzelt

8.57 Uhr: Da der Hürtgenwald während des Zweiten Weltkrieges ein umkämpftes Gebiet war, liegen dort immer noch Handgranaten, Artilleriegranaten und Munition.

Aufgrund der hügeligen Umgebung habe das Waldgelände nicht flächendeckend geräumt werden können, wie die „Aachener Zeitung“ berichtet. Vereinzelt seien deswegen Geräusche von explodierender Munition zu hören.

Waldbrand breitet sich auch in Richtung von altem Munitionslager aus

8.35 Uhr: Laut Bürgermeister Stephan Cranen ist die Lage weiterhin kritisch. Einer der Brände, der derzeit nicht unter Kontrolle ist, hat sich Cranen zufolge in der Nacht auch in Richtung des alten Munitionslagers in Düren ausgebreitet.

Stephan Cranen (parteilos), Bürgermeister von der Gemeinde Hürtgenwald in der Nähe des Waldbrands am Freitag. (Quelle: Christoph Driessen/dpa)

Die anderen beiden Brände habe man unter Kontrolle. Man hoffe, den Brand schnell unter Kontrolle zu bekommen, so Cranen zum WDR. Mittlerweile lodert einer der Brände nur noch rund 200 Meter entfernt von der Ortschaft Gey.

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