Fußball-WM 2026
BSI warnt: Betrugswelle rollt auf Fußballfans zu
16.04.2026 – 14:03 UhrLesedauer: 2 Min.
Die Vorfreude auf die Fußball-WM 2026 lockt Betrüger an. Eine neue Studie warnt vor gefälschten Tickets und Wettfallen. Das sollten Fans wissen.
Wenige Wochen vor dem Beginn der Fußball-Weltmeisterschaft in den USA, Kanada und Mexiko haben Experten vor einer neuen Welle von Online-Betrug gewarnt. Kriminelle nutzen die Begeisterung der Menschen gezielt aus und setzen dabei zunehmend auf Künstliche Intelligenz, um Fans in die Falle zu locken.
So würden laut einer Befragung des Sicherheitsanbieters McAfee 58 Prozent der deutschen Fußballfans bis zu 500 Euro für ein Ticket ausgeben. Und auch wenn 62 Prozent von ihnen angeben, die typischen Betrugsmaschen rund um Ticketverkäufe zu kennen, würde ein Viertel der Befragten auch bei inoffiziellen Anbietern kaufen, um beim Turnier dabei zu sein. Die hohe Nachfrage trifft auf ein knappes Angebot – eine Lage, die Betrüger gezielt ausnutzen.
Am weitesten verbreitet sind laut der Studie gefälschte Ticketshops und unseriöse Wiederverkaufsseiten. 38 Prozent der Befragten berichten zudem von gefälschten Fanartikeln, 18 Prozent von betrügerischen Gewinnspielen oder Wettangeboten. Tickets gibt es offiziell ausschließlich über die Webseite des Weltverbands FIFA.
Überdies hat das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) zuletzt vor einer Welle KI-gestützter Angriffe gewarnt. Moderne Sprachmodelle erzeugen demnach E-Mails und Nachrichten, die kaum noch von offizieller Kommunikation zu unterscheiden sind. Typische Rechtschreibfehler, an denen Phishing früher auffiel, fallen weg.
Auch das sogenannte „Quishing“ nehme zu. Das ist eine Kombination aus QR-Code und Phishing. Bei dieser Betrugsmasche verstecken Betrüger schädliche Links in QR-Codes, die Nutzer beim Scannen auf gefälschte Zahlungsseiten führen. Auf dem Smartphone-Display fällt die falsche Adresse oft nicht auf.
Fans sollten Tickets ausschließlich über die offizielle Fifa-Webseite kaufen. Angebote, die deutlich günstiger sind als der marktübliche Preis, gelten als klares Warnsignal. Links aus E-Mails, SMS oder sozialen Netzwerken sollten Sie nicht anklicken. Geben Sie stattdessen lieber die gewünschte Adresse direkt in den Browser ein.
Persönliche Daten oder Bankinformationen gehören nicht in eine Antwort auf eine unaufgeforderte Nachricht. Seriöse Anbieter fordern sensible Daten niemals per E-Mail, SMS oder QR-Code an.
