Browser-Update

Firefox zeigt jetzt Werbung in der Adressleiste


Aktualisiert am 16.09.2026 – 13:10 UhrLesedauer: 2 Min.

Firefox-Logo auf einem Smartphone: Ein Update schließt 73 Sicherheitslücken und beschleunigt den PDF-Viewer. (Quelle: Manfred Segerer/imago)

Firefox-Version 156 blendet in Deutschland gelegentlich gesponserte Vorschläge ein. Das Update schließt zudem Dutzende Sicherheitslücken. Alle Details.

Mozilla hat Firefox in der Version 156 veröffentlicht und blendet in Deutschland nun gelegentlich bezahlte Vorschläge in der Adressleiste ein. Mit dem Update schließt das Unternehmen außerdem 73 Sicherheitslücken. Die neue Version steht Nutzern ab sofort zum Download bereit.

Die neue Funktion heißt Firefox Suggest. Tippt man künftig einen Suchbegriff oder eine Adresse ein, ergänzt der Browser die Eingabe um passende Vorschläge. In Deutschland, Frankreich und Italien gehören dazu jetzt auch Einträge aus der jeweiligen Landesversion von Wikipedia sowie vereinzelt gesponserte Treffer, für deren Platzierung Werbekunden zahlen. Laut Mozilla lassen sich diese Vorschläge in den Einstellungen von Firefox Suggest abschalten.

29 Lücken mit hohem Schweregrad

Darüber hinaus werden durch das Update zahlreiche Sicherheitslücken geschlossen, 29 davon stuft das Unternehmen mit dem Schweregrad „Hoch“ ein. 24 Lücken gelten als „mittel“, 20 als „niedrig“. Mozilla beschreibt unter anderem Fehler, über die sich Angreifer erweiterte Rechte verschaffen oder aus der Sandbox ausbrechen könnten.

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Die Sandbox ist ein abgeschotteter Bereich, der Webseiten vom übrigen System trennen soll. Viele der Schwachstellen stecken demnach in der Grafikdarstellung. Hinweise darauf, dass Angreifer die Lücken bereits ausnutzen, nennt Mozilla nicht.

Die hohe Anzahl an Sicherheitslücken ergibt sich auch daraus, dass Mozilla diese seit Kurzem anders erfasst. Intern entdeckte Speicherfehler fasst das Unternehmen nicht mehr unter einer gemeinsamen Kennnummer zusammen, sondern führt jeden Fehler einzeln auf.

PDF-Betrachter startet schneller

Weitere Verbesserungen durch das Update betreffen den eingebauten PDF-Betrachter, der sich nun bis zu 45 Prozent schneller öffnen soll. Zeigt eine Webseite große JPEG-Bilder verkleinert an, soll der Browser dafür zudem weniger Arbeitsspeicher und Rechenleistung benötigen. Auf Windows-Geräten mit ARM64-Prozessoren kann Firefox bei Videoanrufen im Browser die Bilddaten nun von spezialisierter Hardware verarbeiten lassen statt per Software.

Untertitel im Bild-im-Bild-Modus erscheinen nun auch dann, wenn man sie erst nach dem Öffnen des separaten Videofensters einschaltet. Wer einen Mac nutzt, kann in den Firefox-Einstellungen im Bereich „Start“ festlegen, dass der Browser automatisch mit dem Rechner startet.

Fehler bei VPN und Lesezeichen behoben

Daneben hat Mozilla mehrere Fehler korrigiert. Bei einigen Nutzern mit eingeschalteter Verschlüsselung durch das in Firefox eingebaute VPN riss gelegentlich die gesamte Netzwerkverbindung ab. Beim Verschieben eines Lesezeichenordners in der Seitenleiste konnten zudem Lesezeichen verloren gehen. Unter Windows konnte Firefox verhindern, dass eine automatisch ausgeblendete Taskleiste wieder erscheint.

Firefox lädt Updates in der Regel selbstständig herunter. Welche Version installiert ist, zeigt das Menü unter „Hilfe“ und „Über Firefox“. Dort lässt sich die Aktualisierung auf die neue Version zur Not auch manuell anstoßen.

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