Sensoren nach China geliefert

Bosch zahlt Millionenstrafe in den USA

17.06.2026 – 23:23 UhrLesedauer: 1 Min.

Bosch-Firmenzentrale bei Stuttgart: Das Unternehmen hat gegen Exportvorschriften in den USA verstoßen. (Archivbild) (Quelle: Bernd Weißbrod/dpa/dpa-bilder)

Bosch muss 36 Millionen Dollar Strafe in den USA zahlen. Es geht um Lieferungen an den chinesischen Konzern Huawei.

Das deutsche Technikunternehmen Bosch muss in den USA eine Strafe in Millionenhöhe zahlen. Hintergrund sind Lieferungen an den chinesischen Technologiekonzern Huawei eine Millionenstrafe an die USA. Das Stuttgarter Unternehmen habe sich zur Zahlung von 36 Millionen Dollar bereit erklärt, teilte das US-Handelsministerium am
Mittwoch mit.

Zwischen 2020 und 2024 sollen zwei ausländische Tochtergesellschaften von Bosch in mehr als 100 Fällen Sensoren und Software für Mobiltelefone im Wert von über 70 Millionen Dollar an Huawei geliefert haben, ohne eine Exportlizenz. Der chinesische Konzern steht auf einer schwarzen Liste der USA. Daher ist für den Export bestimmter Produkte, die auf US-Technologie basieren, eine Genehmigung notwendig.

Die Verstöße seien unbeabsichtigt gewesen, erklärte Bosch. Das US-Justizministerium stellte seine Ermittlungen ein und verzichtete auf eine Strafverfolgung, da Bosch das Fehlverhalten selbst offengelegt hatte. Bosch stimmte zudem zu, die Gewinne aus den Geschäften an das Justizministerium abzuführen. Diese Zahlung wird auf den Vergleich mit dem Handelsministerium angerechnet. Der Technologiekonzern, der im Jahr 2024 einen Umsatz von rund 90 Milliarden Dollar erwirtschaftete, hat nach eigenen Angaben sein Compliance-Programm überarbeitet, um künftige Verstöße zu verhindern.

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