Zweimal Vollmond

Blue Moon und Springflut: Das erwartet Hobby-Astronomen im Mai

Aktualisiert am 20.04.2026 – 14:57 UhrLesedauer: 3 Min.

Akademie der Bildenden Künste in Dresden: Im Mai 2026 ist gleich zweimal ein Vollmond zu sehen. (Quelle: Robert Michael/dpa/dpa-bilder)

Im Mai zeigen sich am Nachthimmel gleich zwei Vollmonde – darunter der kleinste des Jahres. Zudem liefern sich Venus und Jupiter ein spektakuläres Rennen am Abendhimmel.

Der Mai bietet Himmelsguckern gleich zwei Vollmondphasen. Die erste tritt bereits am 1. Mai um 19.23 Uhr ein. Da eine volle Lunation – die Zeit zwischen zwei aufeinanderfolgenden gleichen Mondphasen, also beispielsweise von Vollmond zu Vollmond – 29,5 Tage dauert, der Mai aber 31 Tage hat, kommt es diesmal zu einem zweiten Vollmond in diesem Monat.

Am 31. Mai zeigt sich der Erdtrabant abermals voll beleuchtet. Die exakte Vollmondphase wird um 10.45 Uhr erreicht. Da der Mond am folgenden Abend mit 405.839 Kilometern auch in Erdferne kommt, erscheint der Vollmond am kleinsten in diesem Jahr.

Ein zweiter Vollmond in einem Monat wird von den Amerikanern als Blue Moon bezeichnet. Woher die Bezeichnung Blauer Mond kommt, ist nicht sicher geklärt. Keinesfalls leuchtet jedoch der zweite Vollmond in einem blauen Licht. Da ein solches Ereignis selten eintritt, bedeutet „Once in a Blue Moon“ alle Jubeljahre einmal. Der nächste Blaue Mond ist der Vollmond vom 31. Dezember 2028.

Neumond tritt am 16. um 22.01 Uhr ein. Einen Tag nach Neumond kommt der Mond in Erdnähe, wobei er von uns 358.075 Kilometer entfernt ist. Das Zusammenfallen von Erdnähe und Neumond führt zu Springfluten.

Schon bald nach Sonnenuntergang leuchtet knapp über dem Nordwesthorizont die Venus auf, nach Sonne und Mond das hellste Gestirn. Kurz danach sieht man ebenfalls am Westhimmel ein wenig höher und östlicher als Venus den Riesenplaneten Jupiter, der deutlich lichtschwächer als Venus, aber immerhin heller als die Sterne ist. Im Laufe des Monats kommen beide Planeten einander immer näher. Venus gewinnt den Wettlauf und überholt Jupiter am 9. Juni im Sternbild der Zwillinge.

Venus baut ihre Rolle als Abendstern aus. Allerdings ist sie kein Stern, keine heiße selbstleuchtende Gaskugel, sondern unser innerer Nachbarplanet, der das Sonnenlicht reflektiert. Ein netter Himmelsanblick ergibt sich am 18. Mai gegen 23 Uhr, wenn die schmale Sichel des zunehmenden Mondes an Venus vorbeiwandert. Zwei Tage später zieht der Mond an Jupiter vorbei, wobei die zunehmende Mondsichel deutlich dicker geworden ist.

Jupiter verkürzt seine Abendsichtbarkeit merkbar. Ende Mai geht der Riesenplanet kurz nach Mitternacht unter. Saturn zeigt sich unter guten Sichtbedingungen am Monatsende in der Morgendämmerung knapp über dem Osthorizont.

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