Spezielle Blasentees – welche Pflanzen finden Anwendung?
Auch bei einer akuten Blasenentzündung ist eine ausreichende Trinkmenge empfehlenswert. Es gibt spezielle Blasentees mit Kräuterauszügen, welche die Harnmenge erhöhen und dabei helfen sollen, die Beschwerden zu lindern. Die Arzneitees enthalten Pflanzen, denen harntreibende, krampflösende, antibakterielle und entzündungshemmende Eigenschaften zugesprochen werden, beispielsweise Birkenblätter, Goldrutenkraut, Schachtelhalmkraut und Bitterfenchel.
Welche Kräutertees bei Blasenentzündung guttun
Wer mit „normalen“ Kräutertees die Blase spülen möchte, kann es beispielsweise mit Brennnessel, Löwenzahn, Fenchelsamen und Rosmarin versuchen. Die genannten Kräuter sind in der Regel gut verträglich, und ihnen wird eine harntreibende und entzündungshemmende Wirkung nachgesagt. Bis zu drei Tassen Kräutertee am Tag gelten als unbedenklich. Bei Erkrankungen der Leber, der Nieren, bei Herz-Kreislauf-Beschwerden, bei der Einnahme von Medikamenten sowie in der Schwangerschaft sollten Frauen zuvor mit einem Arzt die Anwendung von Blasentees sowie die Trinkmenge abstimmen.
Diese Getränke können die Blase reizen
Nicht alle Getränke tun der Blase gleichermaßen gut. Es gibt Betroffene, die feststellen, dass bestimmte Getränke ihre Blase reizen oder die Beschwerden während einer Blasenentzündung verstärken. Dazu gehören unter anderem:
- Kaffee
- Schwarztee
- Grüntee
- Pfefferminztee
- stark gesüßte Getränke, etwa Limonaden
- koffeinhaltige Getränke wie Cola und Energydrinks
- säurehaltige Getränke wie saure Fruchtsäfte
- Alkohol
Diese Getränke verursachen keine bakterielle Blasenentzündung. Sie können eine bereits empfindliche Blase aber zusätzlich reizen. Das gilt auch für scharfe Speisen und Gewürze.
Welche Lebensmittel die Blase unterstützen
Der Blase tun vor allem Lebensmittel gut, die Teil einer insgesamt ausgewogenen Ernährung sind, genug Flüssigkeit liefern und die Schleimhäute nicht reizen. Geeignet sind beispielsweise Wasser, ungesüßte Kräutertees sowie wasserreiche Lebensmittel wie Gurke und Melone.
Laut der DGU-Patienteninformation kann der regelmäßige Verzehr von Fruchtsäften, insbesondere aus Beeren, etwa Cranberrys, sowie von mit probiotischen Bakterien fermentierten Milchprodukten Blasenentzündungen vorbeugen helfen. Cranberrys enthalten Proanthocyanidine. Diese erschweren es den Bakterien, sich an den Schleimhäuten der Harnwege festzusetzen.
Cranberry-Produkte sind in der Regel gut verträglich. Gegebenenfalls können bei dem Verzehr größerer Mengen Magen-Darm-Beschwerden auftreten. Da Cranberry-Saft Oxalsäure enthält, ist er eher nicht für Menschen geeignet, die zur Nierensteinbildung neigen.
Auf gesunde Ernährung achten
Eine Ernährung mit viel Gemüse, Salat, Kräutern, Nüssen, Saaten und Vollkornprodukten hat antientzündliche Eigenschaften und ist zudem für Menschen von Vorteil, die zu Verstopfung neigen. Die enthaltenen Ballaststoffe regen die Darmbewegung und die Entleerung an. Ein voller Darm und Blähungen können auf Blase und Harnwege drücken.
