Vor zehn Monaten träumten viele mutige Investoren vom schnellen Glück mit Bitcoin und Ethereum. Im Sommer 2026 herrscht Katerstimmung.
Der Investor Frank Thelen ist ähnlich wie Cathie Wood in den USA bekannt für nicht immer erfolgreiches Fondsmanagement, vor allem aber für pointierte Aussagen. Im Tech-Sektor ist man bei vielem dabei, was riskant ist, und dadurch in Korrekturphasen extrem anfällig. In die laufende Bitcoin-Korrektur hinein verkündet Thelen nun, dass er keine Bitcoins mehr haben möchte.
Er steht damit beispielhaft für alle, die bei Kryptos die Nerven verlieren. Denn am 5. Oktober war die Welt rosarot. Der Bitcoin markierte an diesem Herbsttag 2026 sein Rekordhoch bei 125.000 Dollar. Seither ist der Wert um rund 50 Prozent gefallen – der Kurs hat sich halbiert.
Bitcoin
54.482,56 EUR-40,46%
Aktuelles ChartZeitraum 3 Jahre09:56 UhrBison
Bitcoin Krypto
- Hoch
- 106.241,38
- Zwischenwert Hoch / Mittel
- 92.930,76
- Mittel
- 79.620,15
- Zwischenwert Mittel / Tief
- 66.309,53
- Tief
- 52.998,91
Ist Bitcoin jetzt eine eigenständige Kraft am Finanzmarkt?
Genau jetzt treten aber auch Anbieter auf den Markt, die ihr Angebot an Kryptowährungen oder Hebelinstrumenten erhöhen. Logisch ist, dass man eine Anlageklasse, an die man glaubt, in Schwäche aufstocken sollte. CMC Markets beispielsweise hat sein Angebot verstärkt, und spekulative Anleger können mit Hebel zwei bis 20 an der Entwicklung des Basiswerts teilhaben. Aber ist Bitcoin inzwischen eine eigenständige Kraft in der Finanzwelt oder am Ende doch nur ein hochvolatiles Spiegelbild der Stimmungslage bei den Tech-Aktien?
Zur Person
Daniel Saurenz ist Gründer von Feingold Research und bietet mit seinem Team seinen seit 2010 etablierten Börsenbrief an. Sein Fokus liegt auf Vermögensaufbau und aktivem Trading an der Börse. Den Börsenbrief finden Sie auf www.feingoldresearch.de und auf www.instagram.com/saurenz_finance.
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Die Historie gibt darauf keine eindeutige Antwort mehr. Früher bewegten sich der Nasdaq 100 und der Bitcoin meist im Gleichschritt. Inzwischen hat der KI-Hype die Spielregeln verändert und führt zu einer isolierten Sonderkonjunktur im Tech-Segment. Die Schwankungsintensität beim Bitcoin hat hingegen seit der ETF-Zulassung spürbar abgenommen, was die Münze für kurzfristige Spekulanten temporär weniger attraktiv macht.
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Korrekturphase könnte im Herbst vorbei sein
Der Krypto-Markt wird aktuell von vielen Seiten durchgeschüttelt: Die große Politik, Inflation, neue Gesetze und die Zinsentscheidungen der Notenbanken spielen alle eine gewichtige Rolle. Wer bei all diesem Hintergrundlärm nach einer klaren Richtung sucht, findet im historischen Halving-Muster den wohl verlässlichsten Kompass. „Historisch folgen auf etwa anderthalb Jahre steigender Kurse häufig ausgeprägte Korrekturphasen, bevor sich ein neuer Zyklus aufbaut. Ausgangspunkt für die aktuelle Zählung ist das vierte Halving im April 2024“, so Franz-Georg Wenner von IndexRadar. Wie bereits in früheren Phasen erreichte der Bitcoin im Spätsommer 2025 bei rund 125.000 US-Dollar sein zyklisches Hoch.
