Geld parken kann nicht nur vor dem Sommerurlaub eine Alternative sein. Einfach mal Ruhe und kein täglicher Blick ins Depot. Auch defensive Produkte lassen ruhig schlafen. Man muss aber wissen, wie und wo man handelt.
Die Zinsen der EZB haben sich 2026 kaum verändert. Gleichzeitig hat sich die Situation für Kunden dank des stärkeren Wettbewerbs verbessert. Anleger profitieren heute von sehr günstigen Gebühren, moderner Technologie und deutlich besseren Angeboten.
So orientieren sich viele Broker – anders als Sparkassen und Volksbanken – inzwischen direkt und nah an der EZB-Politik. Beim Smartbroker erhalten Kunden auf geparktes Guthaben aktuell beispielsweise lediglich 0,25 Prozentpunkte unterhalb des jeweiligen EZB-Einlagensatzes – ein Modell, das im deutschen Markt inzwischen zunehmend Beachtung findet. Scalable liegt noch höher in der Verzinsung, dafür mangelt es im Vergleich zum Smartbroker an Auswahlpartnern bei Derivaten.
Brokerlandschaft hat sich verändert
Alle Broker in Deutschland aufzuführen, wäre zu viel des Guten, doch auch ehemalige Marktführer wie ING oder Consorsbank machen weiterhin einen guten Job. Bloß fallen sie in Sachen Tagesgeld oder Breite der Kooperationspartner oftmals etwas zurück.
Zur Person
Daniel Saurenz ist Gründer von Feingold Research und bietet mit seinem Team seinen seit 2010 etablierten Börsenbrief an. Sein Fokus liegt auf Vermögensaufbau und aktivem Trading an der Börse. Den Börsenbrief finden Sie auf www.feingoldresearch.de und auf www.instagram.com/saurenz_finance.
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Die Brokerlandschaft insgesamt ist professioneller geworden. Während früher häufig entweder günstige Gebühren oder guter Kundenservice angeboten wurden, schaffen es mittlerweile mehrere Anbieter, beide Welten miteinander zu kombinieren. Gerade bei Servicequalität und Erreichbarkeit haben sich in den vergangenen Jahren deutliche Unterschiede gezeigt. Trade Republic musste sich bis zuletzt immer wieder Kritik von Kunden gefallen lassen und hat selbst eingeräumt, beim Thema Service und Qualität deutlich aufholen zu müssen. Künftig sollen Nutzer rund um die Uhr persönliche Unterstützung erhalten – per Telefon, Live-Chat oder Rückruf direkt in der App.
Entscheidend wird sein, ob es Trade Republic gelingt, langfristig die Stabilität und Qualität zu liefern, die Anleger gerade in volatilen Börsenphasen erwarten. Eine erste Bilanz, ob die angekündigte Service-Offensive fruchtet, wird man ziehen können, sobald der Aktienmarkt noch einmal so turbulente Tage wie im Frühjahr 2025 und 2026 liefert. Volatilität ist für Broker das, was früher Formel-1-Fahren im Regen war; bei Sonnenschein kommt man schließlich meistens gut durch die Kurven. Gerade an hektischen Handelstagen zeigt sich schnell, welche Anbieter technisch stabil arbeiten und ihre Kunden zuverlässig begleiten.
Einzigartige Wettbewerbssituation
Besonders spannend bleibt weiterhin die Entwicklung rund um Altersvorsorge und Kapitalmarktinvestments. Smartbroker hat seine Plattform in diesem Bereich zuletzt deutlich ausgebaut und beschäftigt sich ebenso wie Scalable intensiv mit dem Thema Altersvorsorgedepot.
