„Traurig und enttäuscht“

Bäckerei muss nach 20 Jahren dichtmachen


21.04.2026 – 16:02 UhrLesedauer: 1 Min.

Das traditionelle portugiesische Dessert Pastéis de Nata (Symbolbild): Die „Bekarei“ in Berlin muss ihren Standort schließen. (Quelle: imago-images-bilder)

Eine Berliner Bäckerei muss nach langer Zeit ihre Räumlichkeiten verlassen – aus mehreren Gründen. Wie es weitergehen soll.

Steigende Personal- und Energiekosten, weniger Kaufkraft und hohe Mieten: Die Gastronomie in Berlin steht massiv unter Druck. Ende April ist auch für die „Bekarei“ in der Dunckerstraße in Prenzlauer Berg Schluss – nach knapp 20 Jahren. Das bestätigte der Inhaber Paula Gouveia der Regionalredaktion von t-online in Berlin. Zuvor hatte das Kiezmagazin „Loky“ darüber berichtet. Demnach war die Abschiedsparty bereits am 12. April.

„Vor dem Hintergrund der aktuellen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen haben wir uns entschieden, den Standort nicht weiterzuführen“, sagte Gouveia t-online. Der Mietvertrag laufe bald regulär aus. Neben den allgemein steigenden Kosten seien auch der intensive Wettbewerb sowie höhere Mieten für das Aus der Bäckerei mitverantwortlich. Sie hätten sich gewünscht, die „Bekarei“ weiter dort betreiben zu können.

Kunden hätten sich „traurig und enttäuscht über die Schließung“ gezeigt. Die Reaktionen seien sehr emotional gewesen, sagte Gouveia weiter. Einen alternativen Standort gebe es nicht. „Der Betrieb eines Standorts ist sehr aufwendig, während die wirtschaftlichen Spielräume zunehmend kleiner werden“, fasst Gouveia zusammen.

Stattdessen wolle man sich jetzt auf das Angebot über B2B-Partner (Business-to-Business) sowie für Privatkunden über den Onlineshop und Plattformen wie „Knuspr“ und „Bio Company“ konzentrieren.

Die „Bekarei“ besteht eigenen Angaben zufolge seit 2006 und produziert neben portugiesischen Spezialitäten auch Burgerbrötchen, japanisches Brot (Shokupan) und Hot-Dog-Brötchen. Die hauseigene Fabrik befindet sich am Segelfliegerdamm in Treptow-Köpenick.

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