Werk in Sachsen schließt

Insolventer Autozulieferer verkauft: Hunderte Arbeitsplätze weg


Aktualisiert am 19.04.2026 – 11:13 UhrLesedauer: 1 Min.

Firmenzentrale der insolventen Plastic Manufacturing Group: Hunderte Arbeitsplätze fallen nach dem Verkauf des Autozulieferers weg. (Quelle: Google Maps)

Ein angeschlagener Autozulieferer ist insolvent. Ein Investor übernimmt zwei Werke – dennoch verlieren mindestens 375 Beschäftigte ihre Arbeit.

Beim insolventen Automobilzulieferer Plastic Manufacturing ist eine Entscheidung über die Zukunft des Unternehmens gefallen. Ein namentlich nicht genannter Investor übernimmt zwei der drei Standorte. Die Werke in Leinburg-Diepersdorf (Bayern) und Lüdenscheid (Nordrhein-Westfalen) sollen erhalten bleiben, während der Standort Oberlungwitz (Sachsen) geschlossen wird. Zuerst berichtete die „Bild“-Zeitung darüber.

Mit der Lösung ist jedoch ein erheblicher Stellenabbau verbunden. Insgesamt verlieren mindestens 375 der rund 730 Beschäftigten ihren Arbeitsplatz. Besonders betroffen ist der Standort Diepersdorf: Dort werden etwa 300 von zuletzt 535 Stellen gestrichen. In Lüdenscheid bleibt ein Großteil der rund 120 Arbeitsplätze erhalten. Für die 75 Mitarbeiter in Oberlungwitz endet die Beschäftigung zum 31. Juli.

Insolvenzverwalter Volker Böhm erklärte im Gespräch mit der „Bild“-Zeitung, mit der Übernahme sei „zumindest für einen Teil der Gruppe eine tragfähige Perspektive“ geschaffen worden. Die Einschnitte begründete er unter anderem mit Umsatzrückgängen und einem Strukturwandel in der Automobilzulieferindustrie.

Böhm habe sich dem Bericht zufolge bereits mit dem Betriebsrat des Werks in Leinburg-Diepersdorf über einen Interessenausgleich sowie einen Sozialplan geeinigt. Eine Transfergesellschaft werde eingerichtet, in der von einer Kündigung betroffene Arbeitnehmer für bis zu sechs Monate weiterbeschäftigt werden und Qualifizierungsmaßnahmen in Anspruch nehmen.

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