Barockpracht statt Bollerwagen

Der etwas andere Männertags-Ausflug

Aktualisiert am 13.05.2026 – 18:01 UhrLesedauer: 1 Min.

Das Kloster Osek ist eine ehemalige Zisterzienser-Abtei und ein Baudenkmal von hohem historischen und künstlerischen Wert und eine der bedeutendsten Klosteranlagen Nordböhmens. (Quelle: IMAGO/Max Gaertner)

Gut eine Stunde von Dresden entfernt liegt ein 830 Jahre altes Kloster. Ganz ohne Männertagstrubel – aber mit einer Brauerei.

Wer an Himmelfahrt ein Kontrastprogramm zu Bollerwagen und angetrunkenen Männergruppen an der Elbe sucht, fährt am besten über die Grenze. Christi Himmelfahrt ist in Tschechien kein Feiertag. Besonders erholsam wird es in einem der bedeutendsten Barockklöster Mitteleuropas. Das Kloster Osek am Südhang des Erzgebirges ist rund eine Stunde von Dresden entfernt.

Blick aufs Kloster: Heute ist es Nationales Kulturdenkmal. (Quelle: Volker Preußer/imago)

Zisterzienser – ein katholischer Mönchsorden, bekannt für strenge Lebensregeln und kluge Landwirtschaft – gründeten das Kloster 1196 – auf der böhmischen Seite des Erzgebirges, fast zeitgleich mit dem sächsischen Schwesterkloster Altzella bei Nossen.

Anfang des 18. Jahrhunderts bauten italienische Architekten die Anlage zum Barockjuwel um: Deckenfresken, Terrassengarten, prunkvoller Abtsaal. Nach der Vertreibung der Mönche 1946 verfiel das Kloster jahrzehntelang. Heute ist es Nationales Kulturdenkmal.

Die beste Überraschung liegt im Hof. Seit 2015 braut der Pivovar Ossegg in den historischen Brauhausgewölben wieder Bier. Der Biergarten liegt zwischen alten Klostermauern unter großen Bäumen serviert dazu deftige böhmische Küche.

Share.
Die mobile Version verlassen