Kurioser Vorfall

Durchfall im Rennen: Athletin löst Regeländerung aus

Aktualisiert am 16.09.2026 – 13:15 UhrLesedauer: 2 Min.

Joanna Wietrzyk: Die Athletin tritt in Hyrox-Wettbewerben an. (Quelle: Instagram: joannawietrzyk)

Beim Fitness-Wettkampf Hyrox läuft eine Athletin trotz Durchfall ins Ziel – und gewinnt. Der Vorfall legt eine überraschende Lücke im Regelwerk offen.

Ein Durchfall-Unfall mitten im Rennen hat beim Fitness-Wettkampf Hyrox in Peking eine Regeländerung nach sich gezogen. Die australische Athletin Joanna Wietrzyk verlor während des Wettkampfs die Kontrolle über ihren Darm – und lief trotzdem weiter bis ins Ziel. Weil sich Hyrox-Teilnehmer Strecke und Geräte teilen, zog der Vorfall heftige Kritik nach sich und zwang die Veranstalter zum Handeln.

Wietrzyk absolvierte trotz des Unfalls alle Stationen – neben Läufen zählen physische Übungen wie Burpee Broad Jumps, Sandbag Lunges und Wall Balls zum Umfang von Hyrox-Wettbewerben – und gewann das Rennen. Anschließend begab sie sich ins Krankenhaus. Von dort postete sie eine Story mit den Worten: „Sieg ist Sieg.“ Der Beitrag wurde laut Berichten zwischenzeitlich gelöscht.

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Die Kritik richtete sich dabei nicht nur gegen die Athletin. Spucken oder das Schnäuzen auf den Boden konnte bereits vor dem Vorfall mit einer Zeitstrafe geahndet werden. Für einen Fall wie diesen fehlte dagegen jede Regelung.

Durchfall kann künftig zum Ausschluss führen

Hyrox-Mitgründer Moritz Fürste meldete sich auf Instagram zu Wort und entschuldigte sich bei allen „direkt oder indirekt“ Betroffenen. Der frühere Hockeyspieler, der mit der deutschen Nationalmannschaft zweimal Olympia-Gold gewann, äußerte sich dabei auch selbstkritisch: „Hyrox hat einen Fehler gemacht, indem nicht sofort während des Rennens reagiert wurde.“

Nach dem Wettkampf sperrten die Veranstalter betroffene Bereiche ab, desinfizierten sie, entfernten Geräte und tauschten Teile des Bodenbelags aus. Das Regelwerk passte Hyrox ebenfalls an: Stellen Blut, Erbrochenes, Urin oder Fäkalien ein Gesundheits- oder Kontaminationsrisiko dar, kann die Rennleitung einen Athleten künftig aus medizinischen Gründen aus dem Wettkampf nehmen.

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