Defekte Handschuhheizung
ISS: Astronautinnen haben Probleme bei Außeneinsatz
02.09.2026 – 10:43 UhrLesedauer: 2 Min.
Mehrere Stunden verbringen zwei Astronautinnen außerhalb der ISS. Ausgerechnet die Technik für warme Hände erschwert dabei die Arbeit.
Bei einem fast siebenstündigen Außeneinsatz an der Internationalen Raumstation haben zwei Astronautinnen unter anderem nach Mikroorganismen am Äußeren der ISS gesucht. Die US-Astronautin Jessica Meir und ihre französische Kollegin Sophie Adenot von der europäischen Raumfahrtagentur Esa nahmen dafür Abstriche von der Außenseite der Station, wie die Nasa mitteilte.
Daneben installierten die beiden einen neuen Reflektor, der Raumschiffen bei der Navigation beim Anflug und Andocken helfen soll. Zudem tauschten sie eine hochauflösende Kamera aus, wie es weiter heißt.
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Während des Einsatzes habe Adenot zeitweise Probleme gehabt, ihren linken Arm zu bewegen. Nach Angaben der Nasa verfing sich vermutlich ein Kabel der Handschuhheizung und schränkte dadurch die Beweglichkeit ein. Das Problem konnte noch vor der Rückkehr in die Luftschleuse behoben werden.
Austausch einer defekten Antenne
Für Adenot war es der dritte Außeneinsatz auf der ISS während ihres Aufenthalts im All. Bei ihrem ersten Weltraumspaziergang Mitte August entfernte die Französin zusammen mit ihrem US-Kollegen Anil Menon eine defekte Antenne an der ISS. Für das Anbringen einer neuen Antenne war aber nicht mehr ausreichend Zeit geblieben.
Das holten die beiden Astronauten wenige Tage später nach. Adenot und Menon installierten und verbanden die Antenne bei ihrem mehr als sechsstündigen Außeneinsatz. Auch wenn die Antenne laut Nasa ein wichtiges Bauteil ist, war die Kommunikation der ISS durch den Defekt nicht beeinträchtigt gewesen.
Adenot und Meir sind Teil der SpaceX-Crew 12 und seit Februar im All. Für Adenot ist es der erste Aufenthalt auf der ISS, für Meir der zweite. Die Astronautinnen sollen neun Monate im All bleiben. US-Astronaut Menon war im Juli mit einem Sojus-Raumschiff zur ISS gestartet. Auch sein Aufenthalt auf der Internationalen Raumstation ist für acht Monate geplant.
