Ein Konkurrent hat schon zugeschlagen

ARD-Sportchef spricht über drohenden Rechteverlust


26.08.2026 – 11:22 UhrLesedauer: 2 Min.

Axel Balkausky: Er ist der Sportkoordinator der ARD. (Quelle: IMAGO/Christopher Neundorf/imago)

Der Markt für die TV-Rechte ist umkämpft, das bekommt auch die ARD zu spüren. Der Sportchef blickt ehrlich in die Zukunft.

Die Bundesliga-Saison steht in den Startlöchern, ab Freitag rollt der Ball in Deutschlands Oberhaus wieder. Fans müssen sich bezüglich ihrer Sehgewohnheiten auf keine großen Veränderungen einstellen, bis 2029 sind die TV-Rechte vergeben. In anderen Sportarten könnte es aber schon früher zu Veränderungen kommen. Davor ist auch die ARD nicht geschützt.

Der öffentlich-rechtliche Sender hat zuletzt bereits die Übertragungsrechte für die Handball-Weltmeisterschaft 2027 an ProSiebenSat.1 verloren. Wie ARD-Sportchef Axel Balkausky im Gespräch mit der „Sport Bild“ eingestand, könnten weitere Verluste folgen: „Natürlich kann es immer sein, dass wir bestimmte Rechte, die wir in der Vergangenheit hatten, nicht mehr erwerben, aber damit können wir umgehen.“

Er verwies darauf, dass „ARD und ZDF nach wie vor ein sehr breites Rechte-Portfolio“ besitzen, mit dem die Rundfunkanstalten „sehr zufrieden“ sind. „Dieses Jahr hat die ganze Kraft des öffentlich-rechtlichen Sportes noch einmal eindrucksvoll gezeigt“, betonte Balkausky und zählte auf: „Olympia im Winter, Fußball-WM im Sommer, aber eben auch Finals und all die EMs und WMs, die wir in den vergangenen Wochen auf allen Ausspielwegen begleitet haben. Und dazu auch der Paralympische Sport, der ohne uns nicht diese Sichtbarkeit hätte.“

Esther Sedlaczek (l.) und Bastian Schweinsteiger: Für die ARD stehen sie seit Jahren gemeinsam vor der Kamera. (Quelle: IMAGO/Objektfoto / Ballasch/imago)

Welche Rechte TV-Sender erhalten und behalten, liegt letztlich an den Summen, die bei den Vergaben geboten werden. Die Möglichkeiten für ARD und ZDF sind dabei vom vorgegebenen Etat abhängig. „Wie sich der Sportrechte-Etat in Zukunft entwickeln wird, das wissen wir erst, wenn alle Entscheidungen dazu getroffen worden sind“, sagte Balkausky. Er wagte aber eine Prognose: „Wir gehen von einem sparsamen Weg auch in Zukunft aus. Aber wir wissen, welchen Wert unsere Berichterstattung für den ganzen Sport hat, das sollten sich alle Rechteinhaber und Verbände auch für die Zukunft merken.“

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