Rasen durchlöchert, Netze zerschnitten

Anschlag auf Kreisligaverein – mysteriöse Flüssigkeit verteilt


25.08.2026 – 10:41 UhrLesedauer: 2 Min.

Der Fußballplatz: Dutzende tiefe Löcher sind im Rasen zu sehen. (Quelle: Facebook/FSV Blau-Weiß Wermsdorf)

Ein Fußballverein ist zur Spielabsage gezwungen, Schulkinder können draußen keinen Sport mehr machen. Nach einem Anschlag auf einen Rasenplatz in Sachsen ermittelt die Polizei.

Randalierer haben einen Sportplatz in Sachsen schwer verwüstet: Der Rasen wurde umgegraben, die Unbekannten hinterließen Dutzende Löcher. Zahlreiche Rasenstücke seien „tief ausgestochen und teilweise auf dem Spielfeld verteilt zurückgelassen“, teilte der Kreisoberligisten FSV Blau-Weiß Wermsdorf aus dem Landkreis Nordsachsen mit.

Zudem zerschnitten die Angreifer mehrere Tornetze und brachten eine unbekannte Flüssigkeit aus. „An mehreren Stellen sind bereits deutliche Reaktionen des Rasens zu erkennen, unter anderem eine Gelbfärbung einzelner Rasenflächen“, erklärte der Fußballverein.

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Die Polizei ist alarmiert. „Wir haben Spuren gesichert und auch Bodenproben genommen“, zitierte die Deutsche Presse-Agentur (dpa) einen Polizeisprecher. Möglicherweise könnte sogar die Gesundheit von Menschen gefährdet sein. „Es soll untersucht werden, um welche Flüssigkeit es sich handelt und ob diese Auswirkungen auf die Sportler haben könnte“, sagte der Polizeisprecher.

Matthias Müller: Der Bürgermeister von Wermsdorf begutachtet die Schäden. (Quelle: Tobias Junghannß/dpa)

„Was ist mit unserer Gesellschaft passiert?“

Die unmittelbaren Folgen des Anschlags: Der Verein musste nicht nur das Auftaktspiel der ersten Herrenmannschaft am vergangenen Wochenende absagen, auch der Schulsport leidet. Die Anlage wird regelmäßig von der örtlichen Grundschule und Oberschule genutzt. Nach dem Angriff müssen die Schulkinder jetzt in der Halle Sport machen.

Der Vizepräsident des sächsischen Fußball-Verbandes, Volkmar Beier, machte sich vor Ort ein Bild. Er sprach von „Idioten, die da am Werk waren“: „Dieser sinnlose Vandalismus schadet allen hier.“

Wermsdorfs Bürgermeister Matthias Müller zeigte sich entsetzt: „Ich bin richtig sauer“, zitierte ihn der MDR. „Was ist mit unserer Gesellschaft passiert? Das ist ein Vertrauensverlust. Denn was passiert als Nächstes?“

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