Versuchter Mord

Anklage fordert 15 Jahre Haft für frühere RAF-Terroristin Klette

29.04.2026 – 10:13 UhrLesedauer: 1 Min.

Nach mehr als einem Jahr Verhandlung begannen am Dienstag die Plädoyers im Fall der RAF-Terroristin Klette. Die Staatsanwaltschaft hat nun ihre Forderung verkündet.

Die Staatsanwaltschaft fordert vor dem Landgericht Verden 15 Jahre Haft für die frühere RAF-Terroristin Daniela Klette. Sie wirft der 67-Jährigen unter anderem versuchten Mord, schweren Raub und Verstöße gegen Waffengesetze vor.

Nach mehr als einem Jahr Verhandlung begannen am Dienstag die Plädoyers. „Das sind Delikte mit ganz erheblicher krimineller Energie“, sagte Staatsanwältin Annette Marquardt zu Beginn ihres Schlussvortrags. Sie schilderte detailliert die einzelnen Überfälle und begründete, warum sie keinen Zweifel an der Schuld der Angeklagten habe. Am Mittwoch wird sie weitere 20 Seiten mit dem Strafmaß vortragen, dann sollen die Plädoyers von zwei Nebenklägern folgen.

Laut Anklage soll Klette mit den ehemaligen RAF-Terroristen Burkhard Garweg und Ernst-Volker Staub Geldtransporter und Supermärkte in Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen und Schleswig-Holstein überfallen haben. Demnach soll das Trio zwischen 1999 und 2016 mehr als 2,7 Millionen Euro erbeutet haben, um sein Leben im Untergrund zu finanzieren. Ermittler nahmen Klette im Februar 2024 in ihrer Berliner Wohnung fest, von Garweg und Staub fehlt weiter jede Spur.

Share.
Die mobile Version verlassen