Leberschaden durch Alkohol

Alkoholische Fettleber – diese Symptome sind möglich


Aktualisiert am 11.08.2026 – 14:41 UhrLesedauer: 4 Min.

Frau mit Rotweinglas (Symbolbild): Wer über längere Zeit zu viel Alkohol trinkt, riskiert eine Fettleber. (Quelle: Halfpoint/getty-images-bilder)

Alkohol schädigt die Leber zunächst unbemerkt. Sogar eine alkoholische Fettleber äußert sich meist nicht durch Symptome. Wenn doch, ist vor allem eines typisch.

Bei einer Fettleber sammelt sich vermehrt Fett in den Leberzellen an. Dafür kann es verschiedene Gründe geben. Die beiden häufigsten Ursachen hängen eng mit dem Lebensstil zusammen: In den meisten Fällen entsteht eine Fettleber durch Stoffwechselstörungen wie Übergewicht oder Typ-2-Diabetes und/oder ein Übermaß an Alkohol.

Tritt eine Fettleber in Verbindung mit Stoffwechselstörungen auf, sprechen Mediziner von einer metabolischen Dysfunktion-assoziierten steatotischen Lebererkrankung (MASLD). Der frühere Begriff „nichtalkoholische Fettlebererkrankung“ gilt als überholt. Stoffwechselstörungen und Alkohol können die Leber auch gleichzeitig schädigen.

Eine Fettleber, die sich in erster Linie auf einen zu hohen Alkoholkonsum zurückführen lässt, wird hingegen als alkoholische Fettleber bezeichnet. Das Rauschgift verändert den Fettstoffwechsel der Leber und fördert so die Einlagerung von Fett. Das Fett sammelt sich dann in ihren Zellen an, und das Organ vergrößert sich – ein schleichender und zunächst oft unbemerkter Prozess.

Alkoholische Fettleber – diese Symptome können auftreten

Eine alkoholische Fettleber ruft anfangs typischerweise keine Symptome hervor. Mit der Zeit kann sich die Leber jedoch durch die Fetteinlagerungen allmählich vergrößern. Das lässt sich ertasten, allerdings sind dazu ärztliche Kenntnisse nötig. Erkrankte merken die Vergrößerung in vielen Fällen nicht – oder nur an einem Völlegefühl. Zudem verspüren sie möglicherweise ein Druckgefühl oder leichte Schmerzen im rechten Oberbauch, dort also, wo die Leber liegt.

Übrigens

Manchmal fällt eine alkoholische Fettleber nur zufällig im Rahmen einer Blutuntersuchung auf. Denn längerfristiger Alkoholkonsum kann sich auf die sogenannten Leberwerte auswirken. Welche Stoffe im Blut das sind und wie Alkohol sie beeinflussen kann, erfahren Sie im Artikel So wirkt sich Alkohol auf die Leberwerte aus. Normale Leberwerte schließen eine Verfettung oder Vernarbung der Leber allerdings nicht sicher aus.

Im Verlauf kann die alkoholische Fettlebererkrankung das Allgemeinbefinden zunehmend beeinträchtigen und unter anderem Symptome wie Müdigkeit und Abgeschlagenheit auslösen. Die Betroffenen fühlen sich oftmals weniger leistungsfähig. Diese Beschwerden sind allerdings unspezifisch und können auch viele andere Ursachen haben.

Je nach Ausmaß ihres Konsums leiden Menschen, die dauerhaft zu viel trinken, eventuell bereits an bestimmten körperlichen und/oder psychischen Symptomen einer Alkoholabhängigkeit. Dazu gehören beispielsweise:

  • ein starkes Verlangen nach Alkohol
  • Kontrollverlust über das Trinken
  • Toleranzentwicklung gegenüber der Droge
  • fortgesetzter Konsum trotz schädlicher Folgen

Ein Übermaß an Alkohol beeinträchtigt auf Dauer nahezu jedes Organ und kann entsprechend vielgestaltige Folgen haben, etwa:

  • veränderten Appetit
  • Rückgang der Muskulatur
  • vermehrtes Schwitzen
  • Hautrötung im Gesicht und sichtbar erweiterte Hautgefäße
  • Schlafstörungen
  • Potenzstörungen
  • Angst und/oder depressive Stimmung
  • Reizbarkeit und Aggressivität
  • beeinträchtigtes Denkvermögen

Setzen die Erkrankten ihren Konsum fort, kann die Leberschädigung fortschreiten. Unter anderem kann sich eine alkoholbedingte Hepatitis entwickeln. Hepatitis bedeutet Leberentzündung. Sie kann sich etwa durch eine neu auftretende oder rasch zunehmende Gelbsucht äußern: Das Augenweiß und die Haut verfärben sich gelb. Überdies können etwa Fieber, Übelkeit und Oberbauchschmerzen hinzukommen.

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