Alkohol, Tabak und zuckerhaltige Getränke sollen teurer werden

Initiative der WHO

Diese Produkte sollen bis 2035 deutlich teurer werden


23.01.2026 – 14:45 UhrLesedauer: 2 Min.

Viele gesundheitsschädliche Produkte werden nur gering besteuert und bleiben darum erschwinglich. (Quelle: Courtney Hale/getty-images-bilder)

Die WHO möchte durch deutliche Steuererhöhungen nicht übertragbare Krankheiten und Verletzungen weltweit deutlich reduzieren. Was steckt dahinter?

„3 by 35“: So heißt die bereits im Sommer 2025 ins Leben gerufene Initiative der Weltgesundheitsorganisation (WHO). Gemeint ist damit die Forderung, über Gesundheitssteuern die Realpreise für Alkohol, Tabak und zuckerhaltige Getränke bis zum Jahr 2035 weltweit um mindestens 50 Prozent zu erhöhen. Ein zuvor für 10 Euro angebotenes Produkt würde dann 15 Euro kosten.

Nun hat die WHO erneut auf die Bedeutung dieser Initiative zum Schutz der Gesundheit hingewiesen. Anlass war die Veröffentlichung zweier neuer Berichte zur globalen Besteuerung alkoholischer und zuckerhaltiger Getränke. Daraus ergab sich, dass:

Die Berichte zeigen, dass die Produkte aufgrund der verbreitet geringen Besteuerung erschwinglich bleiben oder gar mit der Zeit erschwinglicher werden. Dabei begünstigt der Konsum von Alkohol, Tabak und zuckerhaltigen Getränken nachweislich die Entstehung nicht übertragbarer Krankheiten (wie Herzerkrankungen, Krebs und Diabetes), die laut WHO zusammengenommen für drei Viertel aller Todesfälle weltweit verantwortlich sind.

Allein die körperlichen Folgeschäden von Alkoholkonsum sind enorm. Dabei reicht schon eine mäßige Trinkmenge, um das Risiko für Alkoholschäden und zahlreiche Krankheiten zu erhöhen, darunter Herz-Kreislauf-Erkrankungen (wie Bluthochdruck), Impotenz, Krebserkrankungen, Lebererkrankungen, Magen-Darm-Erkrankungen, Übergewicht und vielfältige Verletzungen (etwa durch Stürze, Unfälle oder Gewalt).

Während die gesundheitsschädlichen Produkte den Unternehmen hohe Gewinne einbringen, belasten die langfristigen gesundheitlichen und wirtschaftlichen Folgen ihres Konsums größtenteils allein die Gesellschaften: In der Bevölkerung häufen sich eigentlich vermeidbare Krankheiten und Verletzungen, wodurch die Gesundheitssysteme zunehmend unter finanziellen Druck geraten.

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