„Das ist wirklich das Letzte hier“
Partei macht Witz über Aiwangers Tod – und löst Wut aus
Aktualisiert am 05.11.2026 – 12:37 UhrLesedauer: 2 Min.
Die Nachricht vom Tod Hubert Aiwangers ruft Schock und Bestürzung hervor. Doch im Internet machen sich einige Nutzer offenbar einen Spaß daraus.
Noch ist nicht klar, woran der bayerische Vizeministerpräsident Hubert Aiwanger starb. Der Freie-Wähler-Chef war am Mittwochabend tot in einem Berliner Hotel aufgefunden worden. Deutschlandweit bekundeten Spitzenpolitiker ihre Trauer und Fassungslosigkeit über den Tod des 55-Jährigen.
Unionsfraktionschef Thorsten Frei nannte den Tod des Politikers „eine menschliche Tragödie“, Bayerns Ministerpräsident Markus Söder sagte, er sei „schockiert und auch getroffen“. Doch offenbar sehen das nicht alle so: In sozialen Medien verbreiteten sich zahlreiche Beiträge, die scherzhaft mit dem Tod Aiwangers umgehen – und dafür viel Kritik ernten.
Besonders großes Aufsehen erregte ein Posting der Satirepartei „Die Partei“ auf der Plattform Instagram. Zu sehen ist ein KI-generiertes Foto, das einen weinenden Aiwanger zeigt. „Aiwanger doch nicht tot“, so die Schlagzeile dazu. „De Berichte san falsch. I leb no. Des war scho wieda bloß mei Bruada“, steht darunter.
Im Video | Hubert Aiwanger: Sein letzter Auftritt vor der Kamera
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Der Beitrag ist eine Anspielung auf die sogenannte Flugblatt-Affäre, die die Karriere Aiwangers 2023 erschüttert hatte. Ihm wurde vorgeworfen, als Schüler ein antisemitisches Pamphlet verfasst zu haben. Aiwanger hatte eingeräumt, das Flugblatt sei damals in seiner Schultasche gefunden worden. Doch der Verfasser sei er nicht, beteuerte er. Stattdessen meldete sich sein Bruder in einem Zeitungsinterview zu Wort und gab an, er habe die Schrift verfasst. Politische Konsequenzen hatte die Affäre letztlich nicht.
Post nach Tod Aiwangers: „Bitte löscht das“
Für den Instagram-Beitrag erntete „Die Partei“ heftige Kritik. „Das ist an Geschmacklosigkeit wirklich nicht zu übertreffen“, kommentierte ein Nutzer. Und ein anderer wütete: „Ein Mensch ist gestorben! Das ist wirklich das Letzte hier und geht eindeutig viel zu weit. Bitte löscht das!“
Auch andere Politiker lösten mit ihren Reaktionen auf den Tod Hubert Aiwangers Wut und Fassungslosigkeit aus. So kommentierte ein Beisitzer des Vorstandes der Linken in Hannover einen Beitrag mit den Worten „Einer weniger“ – inzwischen ist der Kommentar gelöscht. Und ein Vorstandsmitglied der Grünen im nordrhein-westfälischen Hilden schrieb: „Der Tag wird immer besser.“ Inzwischen ist sein Instagram-Profil nicht mehr auffindbar.
