Experte über Nagelsmann

„Das ist Sabotage“


01.07.2026 – 04:53 UhrLesedauer: 2 Min.

Ratlos: Bundestrainer Julian Nagelsmann (li.) während des Sechzehntelfinals gegen Paraguay auf der Bank neben seinem Trainerteam. (Quelle: IMAGO/Sathire Kelpa/M.i.S./imago-images-bilder)

Der Bundestrainer sieht sich zunehmend scharfer Kritik ausgesetzt. Nun hat sich auch ein langjähriger Bundesligatrainer zum WM-Aus geäußert – und redet sich in Rage.

Das unerwartet frühe Aus der deutschen Nationalmannschaft im Sechzehntelfinale der Fußball-WM in den USA, Kanada und Mexiko führt weiter zu erhitzten Diskussionen sowohl unter Fans als auch Experten. Nun hat sich auch der langjährige Bundesligatrainer Ewald Lienen geäußert – und zu einer Generalabrechnung angesetzt. „Also für mich ist das abenteuerlich schlecht gecoacht“, sagte Lienen im Podcast „Der Sechzehner“ über die Leistung der DFB-Elf beim 4:5 im Elfmeterschießen gegen Paraguay.

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Lienen ging mit der Coaching-Leistung des Teams um Bundestrainer Julian Nagelsmann hart ins Gericht – und redete sich in Rage: „Ein ganzes Land sitzt vor dem Fernsehschirm, und dann schafft es das Trainerteam, da so eine Truppe zu demontieren, muss ich ja fast schon sagen“, sagte Lienen über Nagelsmann und dessen Stab, zu dem unter anderem die drei Assistenten Benjamin Glück, Benjamin Hübner und Alfred Schreuder gehören.

Meinungsstark mit Expertise: Ewald Lienen. (Quelle: IMAGO/Revierfoto/imago-images-bilder)

Mehr noch: „Das ist Sabotage, wenn ich eine Truppe so da hinstelle und am Ende ohne defensive Qualität, ohne Außenstürmer, irgendwie da rumhänge und gucke, wie wir das hinkriegen. Das tut mir weh.“

„Der Fußball ist nicht so“

Der 72-Jährige sieht Nagelsmann allein wegen dessen noch jungen Alters für ungeeignet für die Position des Bundestrainers. „Das ist ein Teil des Problems, dass Trainer wie Julian in so jungen Jahren in derartig verantwortungsvolle Positionen kommen und alle Welt – auch alle Verantwortlichen – offensichtlich davon überzeugt sind, dass diese Herangehensweise, diese intellektualisierte Art“ die erfolgversprechende sei, erklärte Lienen weiter zum 38-Jährigen.

Dies sei aber eine falsche Annahme. Denn: „Der Fußball ist nicht so. Du musst als Trainer etwas vorleben. Da muss jemand stehen, wo die ganze Truppe bedingungslos dahintersteht und sagt: Das überzeugt mich bis zum Gehtnichtmehr.“

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