• Übergewicht und Fettleibigkeit (Adipositas)
  • Fettleber
  • schlechte Ernährungsgewohnheiten
  • erhöhte Blutfette
  • Bluthochdruck
  • mangelnde Bewegung
  • Rauchen
  • Stress
  • erbliche Veranlagung (Diabetes-Fälle in der Familie)
  • Schwangerschaftsdiabetes
  • höheres Alter (ein Alter über 45 Jahre)
  • hormonelle Erkrankungen

Blutzucker messen beim Arzt: Diese Untersuchungen gibt es

Um erhöhten Zuckerwerten frühzeitig auf die Schliche zu kommen, gibt es im Rahmen der Früherkennungsuntersuchungen den Gesundheits-Check-up. Dieser kann im Alter von 18 bis 34 Jahren einmalig in Anspruch genommen werden. Ab dem 35. Lebensjahr übernehmen die Krankenkassen alle drei Jahre die Kosten für die Gesundheitsuntersuchung.

Hierbei geben Blut- und Urinproben wichtige Hinweise auf möglicherweise vorliegende Stoffwechselstörungen. Wer zwischendurch wissen möchte, wie es um seine Zuckerwerte bestellt ist, kann ebenfalls zum Arzt gehen. Auch viele Apotheken bieten ihren Kunden an, den Blutzucker zu messen.

Blutzucker messen zu Hause? Zuerst zum Arzt gehen

Möglich ist es auch, die Blutzuckerwerte zu Hause selbst zu messen. Wer das tun möchte, sollte sich zuvor von einem Arzt oder einer Ärztin erklären lassen, worauf geachtet werden muss, damit die Messergebnisse verwertbar sind. Ebenso sollte geklärt werden, welche Messmethode im individuellen Fall am besten geeignet ist.

Die durch eine Urinprobe gemessenen Zuckerwerte beispielsweise sind etwas ungenauer als die durch einen Blutstropfen ermittelten. Daher müssen Diabetespatienten ihren Blutzuckerspiegel immer mithilfe einer Blutprobe bestimmen. Die selbstständigen Messungen sind eine gute Ergänzung zu den Arztbesuchen, ersetzen können die Selbsttests diesen aber nicht.

Tipps für die Blutzuckermessung daheim

Wer den Blutzucker zu Hause über eine Blutprobe messen möchte, muss zuerst gründlich seine Hände waschen. Rückstände können die Ergebnisse sonst verfälschen. Eine kurze Massage des Fingers fördert die Durchblutung. Am einfachsten lässt sich der Blutstropfen aus der seitlichen Fingerkuppe entnehmen – und weniger schmerzhaft ist es auch. Nach dem Einstich sollte der erste Blutstropfen mit einem Tupfer abgewischt werden. Dann die Fingerkuppe sanft drücken und den frischen Blutstropfen auf den Teststreifen geben.

Bei der Ermittlung der Werte über eine Urinprobe ist wichtig zu wissen, dass der Teststreifen in der Regel erst bei erhöhten Werten über 180 mg/dl (10 mmol/l) reagiert. Der Grund: Der überschüssige Zucker im Blut wird erst ab diesen Werten oder mehr über die Nieren ausgeschieden und ist erst dann im Urin nachweisbar.

Wer dennoch mit Urinproben arbeiten möchte, sollte ebenfalls mit seinem Arzt besprechen, worauf es bei der Anwendung ankommt. Der Morgenurin beispielsweise ist für die Messung nicht geeignet. Schlägt der Teststreifen an, sollte auf jeden Fall ein Arzttermin vereinbart werden.

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