
Studienleiterin Alexa Freedman, Professorin für Präventivmedizin an der Northwestern University, sieht deshalb weiteren Forschungsbedarf. Neben medizinischen Werten könnten auch biologische Unterschiede oder soziale Faktoren eine Rolle spielen, etwa Stress, Arbeitsbelastung oder ein geringeres Gesundheitsbewusstsein.
Aus Sicht der Forscher hat das klare Konsequenzen für die Prävention. Viele Vorsorgeprogramme setzen erst ab 40 oder 50 Jahren an. Die neuen Daten zeigen jedoch, dass sich bei Männern bereits ein Jahrzehnt früher ein entscheidendes Zeitfenster öffnet. Herzkrankheiten entstehen über viele Jahre hinweg. Früh erkannte Risikofaktoren lassen sich oft noch positiv beeinflussen.