Newsblog zum 1. Mai
50.000 Menschen bei Demos – neun Polizisten verletzt
Aktualisiert am 02.05.2026 – 07:30 UhrLesedauer: 8 Min.
Demos, Raves und Tausende auf den Straßen: Berlin erlebt einen turbulenten 1. Mai. Mehrere Polizisten werden leicht verletzt, größere Zwischenfälle bleiben aus.
Nach den Feierlichkeiten und Demonstrationen zum 1. Mai steht in Berlin in mehreren Stadtteilen das große Aufräumen an. Die Berliner Stadtreinigung dürfte wie in den Vorjahren in Sonderschichten große Mengen Müll beseitigen müssen. Die Polizei will im Laufe des Tages eine detaillierte Einsatzbilanz vorlegen.
Größere Zwischenfälle blieben laut Polizei aus, auch wenn es am Rande der Demonstration „Revolutionärer 1. Mai“ zu einzelnen Vorfällen kam. Demnach wurden Einsatzkräfte mit Gegenständen beworfen, zudem kam Pyrotechnik zum Einsatz. Neun Polizisten wurden leicht verletzt. Insgesamt versammelten sich laut Innensenatorin Iris Spranger rund 50.000 Menschen.
Polizei zieht überwiegend friedliche Bilanz zum 1. Mai in Berlin
Der Einsatz der Berliner Polizei bei den Kundgebungen zum 1. Mai ist nach offiziellen Angaben „überwiegend friedlich abgelaufen“. Ein Polizeisprecher erklärte der Nachrichtenagentur AFP, es habe zwar „einige Festnahmen gegeben“, eine genaue Zahl wurde zunächst jedoch nicht genannt. Insgesamt waren nach Angaben der Gewerkschaft der Polizei rund 5.000 Einsatzkräfte in der Hauptstadt im Einsatz, unterstützt von der Bundespolizei.
Eine Person hat mit einer vermeintlichen Waffe am Alexanderplatz einen Polizeieinsatz ausgelöst. Nach Angaben der Behörde auf der Plattform X wurden die Beamten auf die Person aufmerksam, weil sie eine Waffe bei sich geführt haben soll.
Bei der Durchsuchung hätten sie dann eine Spielzeugwaffe gefunden. „Die Person wird derzeit überprüft“, hieß es weiter.
Mehrere Tausend Menschen haben sich am Oranienplatz in Berlin-Kreuzberg zur Demonstration „Revolutionärer 1. Mai“ versammelt. Der Start verzögerte sich, weil der Zustrom zur Versammlung zunächst zu groß war, wie ein Polizeisprecher mitteilte. Angesetzt war die Demo für 18 Uhr.
Die Polizei begleitet den Zug in diesem Jahr weniger eng als in den Vorjahren – als Grund nennt sie den zunehmend gewaltfreien Verlauf der vergangenen Demonstrationen. Gleichzeitig hat sie angekündigt, gegen antisemitische Parolen und Volksverhetzung strikt vorzugehen. Mehr dazu hier.
Die Eingänge zum Görlitzer Park sind am frühen Abend von der Polizei geschlossen worden. Grund sei eine Überfüllung des Geländes, teilte die Behörde auf X mit.
