Die Fans des 1. FC Köln sind in zwölf Monaten rund 4.000 Kilometer gereist, ohne einen Auswärtssieg zu sehen. Für die Mannschaft kann das gefährlich werden.
Wieder einmal sind die Fans des 1. FC Köln am vergangenen Freitagabend mit einer Enttäuschung im Gepäck von einem Auswärtsspiel der Geißböcke zurückgekehrt. Seit nunmehr einem Jahr haben die treuesten Anhänger keinen FC-Sieg in fremdem Stadion mehr erlebt. Auch nicht am 6. Spieltag bei Eintracht Frankfurt.
Zwölf Monate der Tristesse zeigen sich in 16 Spielen mit nur sechs Remis und zehn Niederlagen. Kein Sieg, dafür aus Fan-Sicht viel Aufopferung. Rund 4.000 Kilometer musste der Kölner für diese Partien durch die Republik reisen, teils mit Übernachtungen und Urlaubstagen beim Arbeitgeber. Ohne je eine sportliche Belohnung zu erleben.
Auswärtsfluch: Der 1. FC Köln bewegt sich auf dünnem Eis
Für den 1. FC Köln ist diese Dürreperiode gleich doppelt gefährlich. Wer auswärts keine Punkte holt, steht zu Hause in Müngersdorf umso mehr unter Sieg-Druck. Das gestand nach der Partie i in Frankfurt sogar Said El Mala. Doch auch das Verhältnis zu den eigenen Fans ist inzwischen belastet. Das zeigt die Reaktion der Anhänger auf eine unbedachte Äußerung von Kapitän Marvin Schwäbe.
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Dieser sagte nach dem Spiel in Frankfurt am Sky-Mikrofon mit einem Lächeln: „Dann müssen wir die 40 Punkte zum Klassenerhalt eben zu Hause holen.“ In den Sozialen Netzwerken kam diese Äußerung gar nicht gut an, wurde teils als respektlos gegenüber den Fans empfunden. Wer Schwäbe kennt, weiß, dass ihm nichts ferne läge, als sich respektlos gegenüber den eigenen Anhängern zu äußern. Doch es zeigt, auf welch dünnem Eis sich der FC bewegt.
Niederlage in Frankfurt: Noch bleiben die FC-Fans ruhig
René Wagner bekam in den vergangenen Wochen bereits mit, wie sehr Derbysiege und Forderungen nach einem Trainerwechsel beieinander liegen. Und sollte der FC nicht bald mal wieder ein Spiel auf fremdem Platz gewinnen – oder zu Hause plötzlich das Siegen verlernen – dürfte es schnell vorbei sein mit der bedingungslosen Unterstützung der Anhängerschaft.
Am Freitag waren wieder einmal 6.000 Fans mitgereist. Sie gaben alles, um gegen die Frankfurter Übermacht lautstark anzukommen. Nach der Partie waren sie alle enttäuscht, den Spielern blieb ein Spießrutenlauf vor dem Gästeblock aber erspart. Damit das so bleibt, muss es sportlich wieder besser werden. Nicht nur in Müngersdorf, sondern auch in der Ferne – und zwar schnell.
Denn sollte es in der nächsten Partie auswärts bei Union Berlin wieder nicht gelingen, muss der FC anschließend am 20. November zum FC Bayern München. Ein Sieg in Köpenick wäre ungleich leichter zu erreichen.
