14-Jährige gestorben
Tödlicher Unfall: Petition fordert weniger E-Scooter in Berlin
20.04.2026 – 17:45 UhrLesedauer: 2 Min.
Ein tragischer Unfall in Berlin löst bei vielen Menschen Emotionen aus. Nun fordern Menschen die Beschränkung von E-Scootern.
Nach einem schweren Verkehrsunfall mit einem E-Scooter, bei dem eine 14-Jährige ums Leben kam, hat eine Berliner Praxis eine Petition ins Leben gerufen. Darin rufen die Inhaber einer Praxis für Physiotherapie den Senat dazu auf, weniger E-Scooter in der Stadt zuzulassen.
Demnach richten sich die Forderungen gegen das sogenannte „Free Floating“-System. Dieses erlaube den Scooternutzern und -betreibern, die Fahrzeuge überall zu buchen und abzustellen, also stationsungebunden. Zudem fordern die Unterstützer der Petition, „die Anzahl der Geräte drastisch zu reduzieren“.
Der Hintergrund ist der schwere Unfall am vergangenen Freitagabend in Britz. Dabei sollen verbotenerweise zwei Jugendliche auf einem E-Scooter den Buckower Damm überquert haben, offenbar bei für sie roter Ampel. Dabei wurden sie von einem Auto eines 42-Jährigen erfasst. Die 14 Jahre alte Fahrerin musste reanimiert werden, erlag ihren Verletzungen aber wenig später im Krankenhaus. Ihre gleichaltrige Mitfahrerin wurde schwer verletzt.
Laut der Polizei soll der Autofahrer alkoholisiert gewesen sein. Wie viel Alkohol er im Blut hatte, ist bislang nicht bekannt. Der Unfall, der offenbar nur wenige hundert Meter von der Praxis geschah, sei ein „furchtbarer Weckruf, den wir nicht ignorieren dürfen“, heißt es in der Petition weiter.
Die Initiatoren begründen ihre Forderungen mit der gestiegenen Anzahl an Unfällen mit E-Scootern. Bundesweit sind die Zahlen von tödlichen E-Scooter-Unfällen im Jahr 2025 im Vergleich zum Vorjahr um kapp 25 Prozent gestiegen. Das geht aus Daten des Statistischen Bundesamtes hervor. Detaillierte Zahlen für Berlin gibt es bislang nicht.
Bislang haben 122 Menschen die Petition unterschrieben (Stand: 20. April, 17.45 Uhr). Das genannte Ziel beträgt 11.000 Unterschriften.
