Möbelhändler investiert 1,2 Milliarden Euro
Ikea senkt Preise bei 1.500 Produkten
01.09.2026 – 10:47 UhrLesedauer: 1 Min.
Der Möbelriese verbilligt zahlreiche Produkte um durchschnittlich 20 Prozent. Möglich machen dies Einsparungen an anderer Stelle.
Ikea möchte mit einer neuen Welle von Preissenkungen die schwächelnde Nachfrage in Europa wieder ankurbeln. Insgesamt investiert der schwedische Möbelhändler 1,2 Milliarden Euro in die Preisreduzierung. „Die Lebenshaltungskosten steigen, und es wird für viele Menschen immer schwieriger“, begründete Juvencio Maeztu, Chef des größten Ikea-Einzelhändlers Ingka, die Maßnahme am Dienstag.
In Deutschland, dem größten Ikea-Markt, seien die Preise für mehr als 1.500 Produkte gesenkt worden – im Schnitt um 20 Prozent. So koste etwa der Sessel Poang nun 119 statt 179 Euro, bei den Kallax-Regalen gebe es Preissenkungen bis zu 40 Prozent. Auch bei kleineren Produkten, wie Kleiderbügeln und Vorratsbehältern, sinken die Preise.
Möglich werden die Rabatte dem Unternehmen zufolge durch Einsparungen an anderer Stelle. So habe etwa die Neugestaltung der Pax-Kleiderschrankserie die Verpackungskosten um 70 Prozent reduziert, erklärte Inter-Ikea-Chef Jakub Jankowski. Zudem helfen eine stärkere Automatisierung und der Einsatz erneuerbarer Energien, die Kosten zu senken. Um neue Kunden zu gewinnen, setzt Ikea zudem auf kleinere Geschäfte in den Innenstädten und weicht damit von seinem traditionellen Modell der großen Möbelhäuser am Stadtrand ab.
