
Zwei Tote in Hamburg
Mann zerrt Frau vor U-Bahn – Details zum Täter
Aktualisiert am 30.01.2026 – 13:47 UhrLesedauer: 2 Min.
In Hamburg werden zwei Menschen von einer einfahrenden U-Bahn erfasst. Jetzt veröffentlicht die Polizei erste Details: Es war wohl eine Gewalttat wie aus dem Nichts.
In Hamburg hat die Polizei erste Erkenntnisse nach dem mutmaßlichen Tötungsdelikt an der U-Bahnstation Wandsbek Markt veröffentlicht: Demnach starb eine 18-Jährige – getötet wurde sie mutmaßlich von einem 25-Jährigen aus dem Südsudan.
Wie die Beamten am Freitag mitteilten, wartete die 18-Jährige am Donnerstagabend gegen 22 Uhr augenscheinlich auf einen Zug in Richtung Innenstadt. Der 25-Jährige stand laut Polizei abseits von ihr ebenfalls auf dem Bahnsteig. Augenzeugen zufolge soll er einen alkoholisierten Eindruck gemacht haben.
Dann sei der Mann unvermittelt auf die Frau zugegangen, habe sie gegriffen und aus bislang ungeklärten Gründen mit sich ins Gleisbett vor die einfahrende U-Bahn gezerrt, teilte die Polizei mit.
Beide Personen starben noch im U-Bahnhof. Das Kriseninterventionsteam des Deutschen Roten Kreuzes übernahm die psychosoziale Akutbetreuung von Zeuginnen und Zeugen.
Eine Mordkommission ermittelt in dem Fall. Nach derzeitigem Stand liegen den Strafverfolgungsbehörden keine Erkenntnisse zu einer etwaigen Vorbeziehung von Opfer und Täter vor. Der 25-Jährige war laut Staatsanwaltschaft bereits zuvor strafrechtlich in Erscheinung getreten, sagte eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft, ohne Details zu nennen. Die Ermittlungen dauerten an.
Nach dem tödlichen Angriff waren in der Nacht viele Rettungskräfte und Polizeibeamte in und vor der Station unterwegs. Polizisten sicherten die Eingänge ab, damit keine Unbefugten die Station betreten. Die beiden Toten wurden in Holzsärgen über die Rolltreppen aus dem U-Bahnhof gebracht.
Am Morgen danach wiesen schon keine Spuren mehr darauf hin, dass in dem U-Bahnhof in der Nacht zwei Menschen starben. Am Vormittag war auf den Bahnsteigen sowie den Zugängen keine Polizei zu sehen. Auch Blumen oder Kerzen lagen zunächst nicht am Bahnsteig oder im Bahnhof.