Insolvenz von Familienunternehmen

Das wird aus den Geschäften am Flughafen Düsseldorf


13.10.2026 – 19:44 UhrLesedauer: 2 Min.

Passagiere am Flughafen Düsseldorf (Symbolfoto): Ein französischer Großkonzern übernimmt hier mehrere Geschäfte eines insolventen Unternehmens. (Quelle: Hesham Elsherif/imago)

Die acht Läden des insolventen Buchhändlers am Düsseldorfer Flughafen werden bis Dezember geschlossen und umgebaut. Was dort stattdessen entstehen soll.

Die Insolvenz des Traditionsunternehmens Hollmann Buch & Presse verändert das Bild der Geschäfte am Flughafen Düsseldorf. Das bestätigte ein Sprecher des Airports der Düsseldorfer Lokalredaktion von t-online am Dienstag.

Von der Pleite des Buchhändlers sind am Flughafen acht Geschäfte betroffen: Sie sollen schrittweise bis Dezember für einen geplanten Umbau des neuen Betreibers, dem französischen Großkonzern Lagardère, geschlossen werden.

Konkret geht es dabei um vier Läden von Hollmann im Sicherheitsbereich, das dortige Geschäft „Sonnenkind Spielwaren“ und drei Geschenke-Shops namens „Your Present“, von denen man bislang zwei im Sicherheitsbereich und einen weiteren im öffentlichen Bereich des Flughafens fand.

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Flughafen Düsseldorf: Umbauarbeiten für neue Geschäfte

An den Standorten entstehen unter anderem Relay-Shops von Lagardère, die man so auch schon von anderen Flughäfen kennt. Die Geschäfte führen Presseerzeugnisse, Bücher, Snacks, Getränke und Reiseartikel. Hinzu kommen sollen noch in diesem Jahr das Spielwarengeschäft Affenbande im öffentlichen Bereich des Flughafens und ein Geschäft namens Discover am Flugsteig B.

Die übrigen Shops folgen laut Flughafen im ersten Quartal 2027. Das Angebot an Büchern und Presse im öffentlichen Bereich sei dauerhaft durch die Relay-Shops verfügbar, so der Flughafen-Sprecher auf Anfrage von t-online.

Hollmann Buch & Presse sei ein fester Bestandteil des Düsseldorfer Flughafens“ gewesen, sagte der Sprecher am Dienstag. Am Flughafen bedauere man die Insolvenz, auch wegen der „finanziellen Auswirkungen auf unseren Airport“ – vor allem aber „mit Blick auf die betroffenen Mitarbeiter“.

Insolvenz von Hollmann überraschte Flughafen Düsseldorf

Der Flughafen-Sprecher sagte zudem: „Wir als Flughafen hätten uns hier eine andere Lösung gewünscht, mussten aber genauso wie die Mitarbeiter die Insolvenz überraschend zur Kenntnis nehmen. Wir wünschen den Mitarbeitenden von Hollmann alles Gute für die Zukunft.“ Laut der „Rheinischen Post“, die zuerst über die Insolvenz von Hollmann berichtet hatte, müssen sich die 51 bisherigen Hollmann-Mitarbeiter bei Lagardère neu um ihre Jobs bewerben.

Das Amtsgericht Düsseldorf hatte am 25. September Hollmans Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung eröffnet, wegen Zahlungsunfähigkeit und Überschuldung. Zum Sachwalter wurde der Rechtsanwalt Jens M. Schmidt ernannt. In einer Eigenverwaltung bleibt die Geschäftsführung im Amt und verwaltet die Insolvenzmasse unter Aufsicht des Sachwalters.

Auf eine Anfrage der Düsseldorfer Lokalredaktion von t-online reagierte Schmidt zunächst nicht. Gegenüber der „RP“ hatte er gesagt, die Folgen der Coronapandemie hätten eine große Rolle bei der Zahlungsunfähigkeit gespielt.

Das Familienunternehmen wurde 1946 von Paul Hollmann gegründet, zunächst als Zeitungs- und Zeitschriftengroßhandel. Das erste Geschäft am Flughafen entstand laut Unternehmenswebsite kurz darauf. Auf Social Media hat sich das Unternehmen bislang nicht zur Insolvenz geäußert.

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