Regionalexpress mit 309 Fahrgästen
Zug rammt Betonplatten – Staatsschutz ermittelt
22.03.2026 – 16:22 UhrLesedauer: 1 Min.
Ein Regionalexpress fährt durch Nordrhein-Westfalen. Der Zug ist gerade dabei, das Ruhrgebiet zu verlassen – da bemerkt der Lokführer auf einmal Gefahr.
In Kamen am östlichen Rand des Ruhrgebiets ist ein Regionalexpress mit mehreren Betonplatten und einer Metallstange kollidiert. Wie die Polizei am Sonntag mitteilte, kann ein Anschlag nicht ausgeschlossen werden. Da ein politischer Hintergrund der Tat möglich ist, hat der zuständige Staatsschutz des Polizeipräsidiums Dortmund die Ermittlungen übernommen.
Der Lokführer des RE1 von Aachen nach Hamm hatte den Beamten zufolge in der Nacht zum Samstag gefährliche Gegenstände auf den Schienen wahrgenommen. Er leitete noch eine Notbremsung ein, konnte den Zusammenstoß gegen Mitternacht aber nicht mehr verhindern.
Der Lokführer und die insgesamt 309 Passagiere im Zug blieben unverletzt. Der Zug war durch die Kollision nicht mehr fahrbereit, der Regionalexpress musste evakuiert werden. Fpr die Fahrgäste wurde ein Ersatzzug bereitgestellt.
Die Betonplatten stammten ersten Ermittlungen zufolge von einem Kabelschacht neben der Bahnstrecke. Von dort entfernten sie der oder die Täter und legten sie auf die Gleise. Der Tatort befindet sich laut Polizei in der Nähe einer Unterführung.
Es läuft ein Strafverfahren wegen gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr ein. Die Polizei sucht mögliche Zeugen. Wem vor Mitternacht verdächtige Personen aufgefallen sind, wird gebeten, sich unter der Telefonnummer 0231/132-7441 bei den Beamten zu melden.
