Zoll findet geschmuggelte Singvögel im Handgepäck

In Pappschachteln

Geschmuggelte Singvögel aus Südamerika im Handgepäck entdeckt

24.11.2025 – 13:48 UhrLesedauer: 1 Min.

Tierischer Fund am Flughafen: Insgesamt wurden sieben Singvögel im Gepäck der Reisenden entdeckt. (Quelle: -/Bayerische Kontrollbehörde für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen/dpa/dpa-bilder)

Zollbeamte haben am Flughafen sieben seltene Singvögel im Gepäck einer Reisenden gefunden. Die teils kranken Tiere finden ein neues Zuhause im Ruhrgebiet.

Zollbeamte haben am Flughafen München sieben seltene Singvögel im Handgepäck einer Reisenden entdeckt. Die teils kranken Tiere waren in drei Pappschachteln in einer Sporttasche versteckt, wie das Hauptzollamt mitteilte. Bei den Vögeln handelte es sich um drei Grünschwingensaltatoren, einen Goldschnabelsaltator und drei Goldbauchkernknacker.

Tierärzte stellten die aus Südamerika stammenden Vögel bereits Ende Oktober am Flughafen sicher. Mehrere Tiere wiesen deutliche Krankheitssymptome auf und mussten in eine Tierklinik gebracht werden. Ein Goldbauchkernknacker starb wenige Tage nach dem Fund. Gegen die Reisende läuft nun ein Strafverfahren wegen Verstößen gegen das Tierschutzgesetz.

Die Bayerische Kontrollbehörde für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen (KBLV) erklärte, dass die Vögel nicht nach Südamerika zurückgebracht werden können. „Der genaue Entnahmeort ist unbekannt“, teilte die KBLV mit. „Ein Aussetzen in einer falschen Mikro-Region hätte die Vögel einem hohen Risiko ausgesetzt.“ Auch der Gesundheitszustand der Tiere habe eine Rückführung nicht zugelassen.

Die sechs überlebenden Vögel wurden inzwischen dauerhaft an den Zoo Duisburg überstellt. Die Einrichtung verfüge über die nötige Expertise und räumlichen Kapazitäten für die artgerechte Haltung der seltenen Singvögel, heißt es.

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