Nach drei Tagen Hängepartie

Ziege flieht erfolgreich vor Polizei


Aktualisiert am 05.04.2026 – 16:31 UhrLesedauer: 1 Min.

Die Ziege (im roten Kreis) und die Bergwacht: Das Tier steckte in der Wand des sogenannten Bohlen fest – einer bis 100 Meter hohen Felswand am rechten Ufer der Saale zwischen Saalfeld und Obernitz. (Quelle: Polizei)

Die Polizei kommt, um einem Tier in Not zu helfen – und mobilisiert so wohl die letzten Kräfte einer thüringischen Ziege.

Eine wild lebende Ziege hat am Ostersonntag in Thüringen für Aufsehen gesorgt. Ein aufwendiger Einsatz der Polizei endete überraschend.

Das Tier hatte sich an eine steile Stelle einer Felswand in Obernitz im Landkreis Saalfeld-Rudolstadt verirrt und hing dort mehrere Tage lang hilflos fest, wie die Polizei berichtete. Mindestens drei Tage lang habe die Ziege an der Stelle gestanden, sagte die zuständige Dienstschichtleiterin der Polizei, Kathrin Kästner, t-online.

Am Ostersonntag habe dann eine Anwohnerin die Polizei gerufen. Normalerweise seien solche Anrufe kein Grund zur Sorge, sagte Polizeisprecherin Kästner: „Wir kennen die beiden frei laufenden Ziegen dort, für die sind die Felsen eigentlich kein Problem.“

Aber dieses Mal schien die Ziege wirklich in echter Not. Die Polizei zog die Bergwacht Meuselbach hinzu, die mit entsprechender Ausrüstung und Erfahrung anrückte.

Doch gerade als sich die Einsatzkräfte abseilten, sei es zu einer unerwarteten Wendung gekommen, berichtete die Polizei: „Die Ziege erschrak offenbar durch die Annäherung der Retter und schaffte es schließlich, sich aus eigener Kraft zu befreien.“ Mit einem beherzten Sprung habe sie den schmalen Felsvorsprung verlassen und sich so in Sicherheit gebracht.

„Der Ziege scheint es gut zu gehen“, sagte Dienstschichtleiterin Kästner t-online. Nach dem Ende ihrer Schicht werde sie noch einmal vorbeifahren und nach ihr sehen, erklärte die Polizistin.

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