Bergsteigerin warnte sie kurz vorm Unglück
Neue Details zum Tod von Laura Dahlmeier
Aktualisiert am 27.07.2026 – 11:54 UhrLesedauer: 2 Min.
Ein Jahr nach dem tödlichen Unglück erinnern sich Personen, die Laura Dahlmeier kurz zuvor noch begegnet sind.
Am Dienstag jährt sich der Todestag von Laura Dahlmeier zum ersten Mal. Die einstige Biathletin war im Sommer 2025 bei einem Bergunfall in Pakistan ums Leben gekommen. ServusTV widmet dem Unglück die Dokumentation „Laura Dahlmeier … einen Schritt zu weit“. Diese liefert aufgrund der Schilderungen von Zeugen neue Details.
Die spanische Bergsteigerin María Martín traf Laura Dahlmeier wenige Tage vor dem Unglück im Basecamp. Die Verhältnisse dort beschreibt sie als bedrohlich: „Das Wetter war so wechselhaft, wir hatten vielleicht zwei Stunden Sonne pro Tag, sonst nur Regen. Im Basecamp kamen ständig Lawinen runter, Steine und Eis.“
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Martín versuchte, Dahlmeier und deren Seilpartnerin Marina zu warnen. „In gebrochenem Englisch versuchte ich zu erklären: Es ist gefährlich, unmöglich.“ Fotos von den Lawinen habe sie ihr gezeigt. Doch Martíns Warnung konnte sie nicht umstimmen: „Das war am 24. Juli und die schlimmsten Lawinen kamen tatsächlich erst runter, als Laura das Basecamp schon verlassen hatte.“
Bergsteiger fanden Dahlmeier im Seil hängend
In der Dokumentation kommt auch der französische Bergsteiger und Expeditionsleiter Alan Rousseau, der an der anschließenden Rettungsmission beteiligt war, zu Wort. „Zuerst sahen wir nur das Zelt und dann sahen wir Lauras leblosen Körper“, berichtete er. Dahlmeier habe noch im Seil gehangen, der Schnee um sie herum sei „völlig schwarz von all dem Fels, Schlamm und Dreck“, der die Wand hinabgestürzt sei.
Nach eingehender Beratung entschieden sich die Retter gegen einen Bergungsversuch. Rousseau erläutert die Abwägung: „Wir haben alle Möglichkeiten durchgespielt, wie wir da hinkommen könnten. Uns war allen klar: Wer da reingeht, setzt sein eigenes Leben aufs Spiel.“
