„Aus rechtlichen Gründen gekürzt“

ZDF streicht Passage nach Elon Musks Kritik

16.06.2026 – 15:30 UhrLesedauer: 1 Min.

Elon Musk: Der US-Amerikaner ist gegen das ZDF vorgegangen. (Quelle: IMAGO/Francis Chung)

US-Milliardär Elon Musk ist erfolgreich gegen eine Berichterstattung des ZDF vorgegangen. Inzwischen spricht der Sender von einem „Missverständnis“.

Nachdem sich der Tech-Unternehmer Elon Musk juristisch gegen einen Beitrag des ZDF über ihn gewehrt hat, hat der Sender die kritisierte Passage entfernt. Elon Musk habe über eine deutsche Anwaltskanzlei eine Unterlassungserklärung zur Anfangsmoderation der Sendung „ZDF heute live“ vom 12. Juni mit dem Titel „Ausschreitungen in Belfast – Wie Musk die Proteste befeuert“ gefordert. Dies teilte der Sender auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur mit.

„Das ZDF hat diese abgegeben und die fragliche Passage in der Anmoderation entfernt.“ In der Mediathek ist an der entsprechenden Stelle inzwischen ein Hinweis eingeblendet, in dem es heißt: „Die Anmoderation wurde aus rechtlichen Grünen gekürzt“.

In der Sendung geht es um die gewalttätigen Krawalle in Belfast, nachdem ein Geflüchteter aus dem Sudan Anfang der Woche für einen Messerangriff wegen versuchten Mordes angeklagt wurde. In der ursprünglichen Anmoderation hieß es, dass ein rassistischer Mob Jagd auf Migranten mache. „Dazu aufgerufen hatten ein britischer Rechtsextremist und Tech-Milliardär Elon Musk.“

Musks Anwalt Joachim Steinhöfel hatte den Sender daraufhin abgemahnt und die Abgabe einer Unterlassungserklärung gefordert. Demzufolge sei die Behauptung, Musk habe zu einer „Jagd auf Migranten durch einen rassistischen Mob“ aufgerufen, offensichtlich unwahr.

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