ZDF entschuldigt sich für Beitrag mit Dunja Hayali

„Hätte so nicht verwendet werden dürfen“

ZDF entschuldigt sich nach Wirbel um „heute journal“


Aktualisiert am 17.02.2026 – 14:53 UhrLesedauer: 2 Min.

ARD und ZDF: Das Zweite wurde wegen eines Beitrags scharf kritisiert. (Quelle: Soeren Stache/dpa/dpa-bilder)

Ein Beitrag, der am Sonntag im „heute journal“ lief, hat viel Ärger ausgelöst. Der Sender machte gleich mehrere Fehler. Jetzt bittet das ZDF um Entschuldigung.

Nachdem Kritik an einer am Sonntag ausgestrahlten Ausgabe des ZDF-„heute journal“ laut wurde, spricht das ZDF jetzt eine Entschuldigung aus. „Im Beitrag wurde an einer Stelle KI-generiertes Bildmaterial aus dem Netz verwendet, das Kinder zeigt, die sich an ihre Mutter klammern. Diese Sequenz hätte nach den Regeln des ZDF ohne Kennzeichnung und ohne Einordnung so nicht verwendet werden dürfen“, heißt es in einem Statement des Senders.

Zudem sei eine weitere Sequenz des Beitrags, in der ein Kind abgeführt wird, zwar real, stamme aber aus einem anderen Kontext aus dem Jahr 2022. Anne Gellinek, stellvertretende Chefredakteurin und Leiterin der Aktualität, äußert dazu: „Wir entschuldigen uns in aller Form für diese Fehler. Der Beitrag entspricht nicht unseren Standards und hätte in dieser Form nicht gesendet werden dürfen. Wir haben ihn deshalb von allen Plattformen entfernt und werden auf ZDFheute sowie an gleicher Stelle im ‚heute journal‘ heute Abend korrigierend berichten.“

In der ZDF-Mediathek war zwischenzeitlich eine überarbeitete Fassung der Sendung abrufbar. Dort erschien der Hinweis: „Video aus redaktionellen Gründen nachträglich geändert“. Nach Angaben des Senders wurde der Fehler korrigiert und das Video entsprechend angepasst. In den KI-Grundsätzen des ZDF sei festgelegt, dass KI-generiertes Bildmaterial transparent gekennzeichnet werde.

In der ursprünglichen Fassung des Beitrags war unter anderem eine Sequenz zu sehen, in der eine Frau und zwei Kinder auf einer Straße von Einsatzkräften abgeführt werden. Dabei handelte es sich um KI-generiertes Bildmaterial. In der neuen Fassung war diese Sequenz nicht mehr enthalten.

Zudem wurde in der ursprünglichen Version ein weiteres Video gezeigt, das die Festnahme eines zehnjährigen Jungen im US-Bundesstaat Florida zeigt. Der Vorfall ereignete sich nach Recherchen des dpa-Faktencheck-Teams im Jahr 2022 im Zusammenhang mit einer angedrohten Gewalttat an einer Schule. Auch diese Aufnahmen waren in der überarbeiteten Fassung nicht mehr enthalten. Stattdessen wurden andere Bewegtbilder und Standbilder verwendet, zudem wurde der Sprechertext angepasst.

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