Xavier Naidoo verbreitet erneut Verschwörung auf Demo: „Kinderfresser“

„Die fressen unsere Babys“

Xavier Naidoo irritiert mit Verschwörungstheorien auf Demo


Aktualisiert am 18.02.2026 – 16:33 UhrLesedauer: 2 Min.

Xavier Naidoo: Der Sänger macht erneut mit Verschwörungstheorien von sich reden. (Quelle: IMAGO / Revierfoto)

2022 entschuldigte sich Xavier Naidoo öffentlich für die Verbreitung von Verschwörungstheorien. Doch nun polarisiert er erneut mit kruden Aussagen.

Am Dienstagmittag kam es vor dem Kanzleramt in Berlin zu einer Demonstration für Kinderschutz. Der Hintergrund für die Versammlung waren die jüngsten Enthüllungen über die Epstein-Akten. Mittendrin war auch Sänger Xavier Naidoo.

Schon in der Vergangenheit fiel der Musiker bereits durch die Verbreitung von Verschwörungstheorien auf. Im März 2020 etwa veröffentlichte er ein Video, in dem er weinend von „satanischen Ritualen“ und „Kindern, die gequält werden“ berichtete. Laut ihm würden Eliten „Adrenochrom“ aus dem Blut gefolterter Kinder gewinnen – eine zentrale Erzählung der QAnon-Bewegung.

Auch von unterirdischen Tunnelsystemen, in denen Kinder gefangen gehalten würden, war die Rede. Nun, mit den Epstein-Akten, wird die Diskussion neu entfacht. Im Netz kursieren mehrere Videos mit neuen Aussagen von Naidoo vor dem Kanzleramt.

„Wir reden nicht von normalem Sex-Trafficking und jungen Frauen. Die fressen unsere Babys, verdammt nochmal. Von was reden wir denn? Denken Sie ich bin hier, weil auf einmal rauskommt, es gibt Männer, die Kinder misshandeln?“, empörte sich Naidoo in einem Video, das auf X veröffentlicht wurde.

Die angeblichen Missbrauchstäter nannte Naidoo „Kinderfresser“ und „Dämonen“. Zur Interviewerin sagte er: „Das sind keine Menschen, bitte nenne sie nicht Menschen. Sobald du Menschenfleisch gegessen hast, bist du kein Mensch mehr – wissentlich. Ich bin mir sicher, dass wir alle schon Menschenfleisch gegessen haben.“

Auf Nachfrage behauptete Naidoo unter anderem, der Snackhersteller Lay’s verwende „embryonales Gewürzmittel“. Die „Kannibalen“ arbeiten laut ihm daran, dass alle Menschen Kannibalen werden, „damit wir alle in die Hölle runterfahren“.

Naidoo forderte zudem vor dem Kanzleramt einen Termin mit Friedrich Merz. Dieser solle ihm Rede und Antwort stehen: „Ich habe die richtigen Fragen. Ich weiß, wo die Leichen begraben sind. […] Ich denke, ich kann nicht weggehen, bevor ich diese Fragen gestellt habe.“ Zu einem Treffen der beiden kam es allerdings nicht. Stattdessen wurde er des Platzes verwiesen und wanderte mit seiner Gefolgschaft in Richtung Hauptbahnhof.

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