„An Respektlosigkeit nicht zu überbieten“
Trainer erhebt schwere Vorwürfe gegen Schiedsrichter
23.03.2026 – 06:42 UhrLesedauer: 2 Min.
Der Wuppertaler SV kämpft gegen den Abstieg aus der Regionalliga West. Nach dem Ligaspiel am Samstag rückt das Sportliche aber in den Hintergrund.
Dem Wuppertaler SV droht der Gang in die Oberliga. Der Traditionsverein aus dem Bergischen Land steht auf einem Abstiegsplatz in der Regionalliga West, der Trend zeigt nach unten. Nur eins der vergangenen 16 Spiele konnte Wuppertal gewinnen. Gegen die Sportfreunde Lotte gab es am Samstag ein 0:0, was angesichts der Umstände fast als Erfolg zu werten ist. Rund 80 Minuten spielte Wuppertal in Unterzahl, zehn davon sogar in doppelter. Zweimal zeigte Schiedsrichter Francisco Lahora Chulian einem Wuppertaler die Rote Karte.
Nach dem Spiel stand der Unparteiische dann besonders im Fokus. Denn Wuppertals Trainer Mike Wunderlich erhob schwere Vorwürfe gegen ihn. Der Grund: die erste Rote Karte. Dabei ging es ihm nicht um den Platzverweis an sich, sondern die Art und Weise der Kommunikation. „Die Situation möchte ich nicht so stehen lassen“, leitete Wunderlich auf der Pressekonferenz seinen Monolog ein.
Nach einem Zweikampf mit einem Spieler von Lotte sah Subaru Nishimura die Rote Karte. Bis er diese aber bekam, dauerte es einige Minuten. Laut Trainer Wunderlich wusste der Schiedsrichter nicht, wer der Täter war. „Wenn meine eigenen Spieler zehn Minuten lang zu mir rauskommen und mir Sachen mitteilen, dass der Schiedsrichter äußert, dass wir entscheiden sollen, welcher Spieler vom Platz gestellt wird, weil er nicht weiß, welcher Spieler das war, dann frage ich mich, wo wir hier angekommen sind“, schimpfte Wunderlich. „Nächste Aussage dann: Wenn wir das nicht tun, wenn wir nicht sagen, welcher Spieler das war, dann wird er das ganze Spiel gegen uns pfeifen.“
Die Vorwürfe des Ex-Profis (Kaiserslautern, Rot-Weiss Essen, Viktoria Köln) waren damit noch nicht beendet. Denn auch zum Wuppertaler Mannschaftsarzt soll sich der Schiedsrichter laut Wunderlich nicht korrekt verhalten haben. Zu diesem habe er gesagt: „Dann steige ich halt mit euch ab.“ Wunderlichs Reaktion: „Das ist an Respektlosigkeit nicht zu überbieten. A, dass der das überhaupt in den Mund nimmt, dass unsere Mannschaft absteigt. Und B, dann noch die Frechheit zu besitzen in der Halbzeit und große Töne zu spucken, dass er nach zehn Minuten schon wusste, dass das unser Spieler war. Dann frage ich mich, was dieser Zirkus sollte.“
Eine Reaktion seitens des Westdeutschen Fußballverbands gibt es noch nicht. Eine Anfrage von t-online blieb ab Sonntag unbeantwortet.
