Experte bestätigt Sichtungen
Wolf läuft durch Hamburger Nobel-Viertel
30.03.2026 – 13:06 UhrLesedauer: 2 Min.
Ein Tier läuft in Hamburg über eine Straße und wird in einem Garten gesehen. Jetzt teilt die Umweltbehörde mit: Ein Experte sei sich sicher, dass es ein Wolf ist.
Im wohlhabenden Hamburger Stadtteil Blankenese ist ein Wolf gesichtet worden. Anwohner hatten ein Video und ein Foto von dem Tier gemacht. Die Auswertung der Aufnahmen sei eindeutig, teilte am Montag die Umweltbehörde mit. Ein Experte der TU Dresden habe keinen Zweifel, dass es wirklich ein Wolf war. Die Umweltbehörde spricht von einem „gesicherten Nachweis“.
Zuerst wurde der Wolf demnach am Samstag in Blankenese im Sven-Simon-Park sowie im Schinkelspark am Falkensteiner Ufer gesichtet. Am Sonntagvormittag wurde das Tier im Bereich des S-Bahnhofs Othmarschen beobachtet, am Sonntagnachmittag im Bereich Nienstedten. Das Tier wurde unter anderem auf einer Straße und in einem Garten gesehen.
Nach Einschätzung von Experten geht von dem Tier nach derzeitigem Stand keine Bedrohung aus, hieß es. Der Wolf habe ein ausgeprägtes Fluchtverhalten gezeigt und äußerst scheu reagiert, sobald Menschen oder Hunde seinen Weg kreuzten. „Die ungewohnte urbane Umgebung bei Tag bedeutet für das Tier enormen Stress, da Wölfe den Kontakt zu Menschen und Hunden grundsätzlich meiden“, erklärte ein Sprecher der Umweltbehörde.
Wie bei jeder Begegnung mit einem freilebenden Wildtier sei jedoch ein vorsichtiger Umgang geboten, teilte die Umweltbehörde weiter mit. Sollte es zu einer direkten Begegnung kommen, gelte der wichtigste Grundsatz, Ruhe zu bewahren: „Wer unvermittelt auf den Wolf trifft, sollte stehen bleiben, durch Klatschen auf sich aufmerksam machen, Abstand halten und dem Tier die Möglichkeit geben, sich zurückzuziehen“, rät die Umweltbehörde. Hundebesitzer seien angehalten, ihre Tiere anzuleinen.
Bei dem Wolf soll es sich nach Experteneinschätzung höchstwahrscheinlich um einen Welpen in der Abwanderungsphase von seinem Rudel handeln. Wölfe würden auf der Suche nach einem eigenen Revier weite Strecken zurücklegen, teilte die Umweltbehörde mit.
