Wohnen in Deutschland immer teurer

Die Entwicklung trifft nicht nur Käufer, sondern auch Mieter. Steigende Kaufpreise schlagen langfristig auf die Mieten durch. Laut VDP sind die Kaltmieten in neuen Verträgen seit 2010 bundesweit um mehr als 80 Prozent gestiegen, in Berlin sogar um rund 140 Prozent.

Wer zur Miete wohnt, ist somit zwar weniger stark betroffen als ein Wohnungskäufer, doch Entlastung ist auch hier nicht in Sicht. Während Kaufpreise zumindest zeitweise stagnieren können, kennen Mieten bislang vor allem nur eine Richtung: nach oben.

Aus Sicht der Pfandbriefbanken ist klar, wo angesetzt werden muss: beim Neubau. Der von der Bundesregierung angestoßene „Bauturbo“ sei ein Schritt in die richtige Richtung, reiche aber nicht aus. Gefordert werden unter anderem staatliche Bürgschaften, um Baufinanzierungen günstiger zu machen und Investitionen wieder attraktiver zu gestalten.

Bis solche Maßnahmen wirken, dürfte allerdings noch Zeit vergehen. Für Käufer heißt das: Wer ein konkretes Objekt gefunden und die Finanzierung gesichert hat, braucht nicht auf fallende Preise zu warten. Und für Mieter bleibt die bittere Erkenntnis, dass Wohnen in Deutschland auch in den kommenden Jahren eher teurer als günstiger wird.

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