Ständig Kopfschmerzen?
Pochen im Kopf: Woher es kommt und was hilft
Aktualisiert am 01.04.2026 – 07:24 UhrLesedauer: 3 Min.
Zu viel Stress am Arbeitsplatz oder Schlafmangel können den Kopf pochen lassen. Meist vergeht der Schmerz wieder. Wer aber ständig unter Kopfschmerzen leidet, sollte einen Arzt aufsuchen.
Sie können drücken, pochen oder als bohrend oder stechend empfunden werden: Kopfschmerzen haben viele Gesichter. Experten zufolge gibt es rund 200 verschiedene Kopfschmerzarten. In etwa 90 Prozent der Fälle handelt es sich um primäre Kopfschmerzen, also eine eigenständige Erkrankung. Hierzu zählen auch Spannungskopfschmerzen und Migräne. Sekundäre Kopfschmerzen treten als Folge einer Vorerkrankung auf, etwa eines grippalen Infekts.
Kopfschmerzen: Manchmal braucht das Gehirn Wasser
Meist ist der Auslöser von Kopfschmerzen harmlos. So dröhnt nach dem Sport oder an heißen Tagen der Kopf meist aufgrund eines Flüssigkeitsdefizits. Das Gehirn besteht zu 70 Prozent aus Wasser und bekommt den Flüssigkeitsverlust schnell zu spüren. Füllt man die Wasserspeicher wieder auf, lässt auch das Pochen nach.
Stress führt zu Spannungskopfschmerzen
Eine verkrampfte Sitzhaltung, etwa am Computer, kann die Nackenmuskulatur verspannen und zu Spannungskopfschmerzen führen, die den Kopf wie „ein zu enger Helm einschnüren“, wie viele Betroffene beschreiben. Auch Stress ist ein häufiger Auslöser von Spannungskopfschmerzen.
Wer unter Konzentration unbewusst die Zähne über eine längere Zeit zusammenbeißt, muss ebenfalls mit Kopfschmerzen rechnen. Von chronischen Spannungskopfschmerzen sprechen Mediziner dann, wenn diese über drei Monate hinweg an 15 oder mehr Tagen im Monat auftreten.
Migräne plagt viele Frauen während der Periode
Frauen haben während ihrer Menstruation häufig mit Kopfschmerzen zu kämpfen. Diese sind durch Schwankungen im weiblichen Hormonhaushalt bedingt. Noch unangenehmer ist es, wenn es aufgrund der Menstruation zu Migräneattacken kommt. Diese treten anfallsartig auf und sind meist durch einen einseitigen Schmerz gekennzeichnet.
Begleitet wird Migräne unter anderem von starker Übelkeit, Erbrechen sowie Geräusch- und Lichtempfindlichkeit. Schätzungsweise 10 bis 15 Prozent der Bevölkerung leiden unter Migräne. Viele Frauen, bei denen die Migräne vor allem während der Periode auftritt, nehmen daher die Pille durchgängig.
Bei Kopfschmerzen auch an die Augen denken
Treten Kopfschmerzen bei Brillenträgern gehäuft auf, deuten sie oftmals auf eine Veränderung der Sehwerte hin. Werden Brille und Kontaktlinsen auf die aktuellen Werte angepasst, lassen häufig auch die Kopfschmerzen nach. Doch auch Erkrankungen des Auges können zu Kopfschmerzen führen.
Wann man mit Kopfschmerzen sofort zum Arzt muss
Grüner Star beziehungsweise ein Glaukomanfall führt aufgrund des erhöhten Augeninnendrucks zu starken Kopfschmerzen, die von Augenrötungen und einer schmerzhaften Verhärtung des Augapfels begleitet werden. Der Sehnerv ist in akuter Gefahr. Hier muss sofort ein Arzt aufgesucht werden, um ein Erblinden zu verhindern.
Generell sollten Betroffene immer dann schnellstmöglich einen Arzt aufsuchen, wenn die Kopfschmerzen schlagartig und mit einer Intensität auftreten, die so nicht bekannt ist.
Kopfschmerzen mit Sprachstörungen: Es kann ein Schlaganfall sein
Kommen zu den Kopfschmerzen Schwindel, Lähmungserscheinungen, Taubheitsgefühle, Seh- oder Sprachstörungen hinzu, kann ein Schlaganfall der Auslöser sein. Starke Kopfschmerzen hingegen, die sich innerhalb weniger Stunden entwickeln und von Nackensteife und Fieber begleitet werden, können auf eine Hirnhautentzündung hindeuten. Zu dieser Entzündung kann es kommen, wenn sich eine bakterielle Infektion der Nasennebenhöhlen oder der Ohren zu den Hirnhäuten ausdehnt.
