Kellerduell in der 2. Bundesliga
Ex-Boss vor Eintracht-Krimi: „Das machen die Preußen besser“
26.03.2025 – 13:17 UhrLesedauer: 2 Min.
Für Eintracht Braunschweig wird der Auftritt bei Preußen Münster zum Schicksalsspiel. Im Kellerduell braucht der BTSV dringend einen Sieg. Einen Vorteil wähnt ein Ex-Boss aufseiten der Preußen.
Abstiegskrimi in der 2. Bundesliga: Eintracht Braunschweig und Preußen Münster trennen vor dem direkten Aufeinandertreffen am Sonntag (13.30 Uhr) nur drei Punkte. Beide sitzen tief im Tabellenkeller fest. „Das Duell hat’s wirklich in sich“, sagt auch Peter Vollmann zur „Bild“-Zeitung. Der 67-Jährige war bis November 2023 Sport-Geschäftsführer der Eintracht.
Und angesichts der prekären Lage im Kampf um den Klassenerhalt weiß Vollmann: „Da steht für beide Vereine enorm viel auf dem Spiel.“ Für die Eintracht möglicherweise etwas mehr. Denn der BTSV belegt aktuell Relegationsplatz 16. Der Aufsteiger aus Münster ist mit einem Drei-Punkte-Vorsprung und dem um 18 Treffer besseren Torverhältnis Tabellen-15.. Selbst bei einer Pleite bliebe man also nahezu sicher vor der Eintracht.
Die Aufregung ist daher in der Löwenstadt und rund um den Verein deutlich spürbar. Dort wäre auch ein Remis für den Moment zu wenig. „Das machen die Preußen auf jeden Fall besser“, so Vollmann zur „Bild“. „Auch für sie ist es eine enorm wichtige Partie. Aber sie gehen anders und unaufgeregter damit um. Wirken in sich gefestigter.“
Zumal: Auch im Nachgang bleiben immerhin noch sieben Spiele Zeit, um den Liga-Verbleib klarzumachen. Grundsätzlich wolle sich Vollmann zwar nicht auf einen Sieger festlegen. Einen weiteren Vorteil wähnt er aber ebenfalls bei den Gastgebern aus Münster.
„Zu Hause vor den eigenen Fans antreten zu können, macht’s für die Preußen vielleicht etwas einfacher“, sagt er. Der 67-Jährige arbeitete in der Vergangenheit übrigens nicht nur als BTSV-Funktionär und -trainer, sondern zweimal (1996 bis 1998 und 2002 bis 2003) auch als Coach in Münster. Seine Sympathie für den Verein scheint nach wie vor nicht verflogen zu sein. „Ich würde mich jedenfalls freuen, wenn Preußen zweitklassig bleibt“, gibt er zu.
Das jedoch gilt auch für die Eintracht., die sich nach der desolaten 1:5-Klatsche gegen Hertha BSC vor der Länderspielpause aber schnell fangen muss. Einen „solch indiskutablen Auftritt wie gegen Berlin“ könne man sich nicht mehr erlauben, so Vollmann. Zumindest, wenn die jüngsten Treuebekenntnisse der Spieler für Trainer Daniel Scherning glaubhaft bleiben sollen.
Auch für den Coach wird das Duell in Münster zu einer Gratwanderung. Unmittelbar nach der deftigen Niederlage gegen Hertha hatte der Club ihm allerdings noch das Vertrauen ausgesprochen.