Iran: Infantino hat Zusagen nicht eingehalten
Der iranische Fußballverband wirft FIFA-Präsident Gianni Infantino vor, Zusagen nicht eingehalten zu haben. Infantino habe uneingeschränkten Zugang für alle Verbandsmitglieder zu den drei WM-Spielen des Iran in den USA versprochen, sagte der iranische WM-Teambetreuer Mahdi Mohammad Nabi am Freitag der Nachrichtenagentur Reuters. Nabi ist einer von 15 iranischen Funktionären, die kein US-Visum für die WM-Spiele erhalten haben. „Wir hoffen, dass Herr Infantino tatsächlich seinen Worten Taten folgen lässt und die Versprechen einhält, die er dem iranischen Nationalteam gegeben hat“, sagte Nabi.
Am Mittwoch hatte Infantino bei einer Pressekonferenz in Mexiko-Stadt Irans WM-Teilnahme noch als Beweis für den Erfolg der FIFA bei der Bewältigung komplexer politischer Fragen gefeiert.
Schiri-Ansage wird Internet-Hit
Mit seiner englischen Stadiondurchsage nach einer Videoüberprüfung hat der brasilianische Schiedsrichter Wilton Pereira Sampaio beim WM-Eröffnungsspiel zwischen Mexiko und Südafrika in Brasilien unfreiwillig einen Internet-Hit gelandet.
Auslöser war die Erklärung einer Roten Karte gegen Südafrikas Themba Zwane wegen einer angeblichen Tätlichkeit nach einer Überprüfung durch den Videoassistenten. Dabei sorgten sein starker brasilianischer Akzent und die Formulierung der Ansage für zahlreiche Reaktionen.
Mexikos Präsidentin boykottiert die WM
Am Donnerstag eröffnete Mexiko im Aztekenstadion von Mexiko Stadt mit einem 2:0-Sieg gegen Südafrika die Weltmeisterschaft 2026. Nicht dabei war die mexikanische Präsidentin Claudia Sheinbaum. Der Grund: Sheinbaum verzichtete freiwillig auf ihr Ticket. Dahinter steckt Kritik an den hohen Ticketpreisen der politisch links orientierten 63-Jährigen. Viele Mexikaner können sich Tickets für das Turnier nicht leisten.
Ihre Eintrittskarte gab sie an die Amateurfußballerin Yolett Cervantes Cuaquehua weiter. „Sie ist der Stolz Mexikos“, sagte Sheinbaum in einer offiziellen Begründung und ergänzte, Cuaquehua könne Mexiko genau so gut vertreten wie Sheinbaum selbst. Auch zu den nächsten beiden Gruppenspielen gegen Südkorea und Tschechien wird sie nicht erscheinen und stattdessen ihr Ticket weitergeben.
Australien verlängert mit Trainer schon vor Turnierstart
Australien hat bereits vor seinem Auftakt ins Turnier mit Trainer Tony Popovic verlängert. Der 52-Jährige erhält einen Vertrag bis zur Asienmeisterschaft im kommenden Jahr. „Es ist mir eine Ehre und ein Privileg, die Socceroos anzuführen und eine Aufgabe, die mir große Freude bereitet und die ich nie als selbstverständlich angesehen habe“, sagte Popovic, der seit September 2024 im Amt ist und bisher zehn seiner 18 Spiele gewonnen hat.
