Verband wirft Landesregierung Untätigkeit vor

Die Alternativenergie-Branche in Nordrhein-Westfalen hat der Landesregierung Untätigkeit beim Ausbau erneuerbarer Energien vorgeworden. 100 Tage nach Vorstellung ihrer neuen Energieversorgungsstrategie lasse die Landesregierung konkrete Maßnahmen zum beschleunigten Ausbau erneuerbarer Energien vermissen, bemängelte der Landesverband Erneuerbare Energien NRW (LEE NRW) am Dienstag in Düsseldorf.

So hätten Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU) und Energieminister Andreas Pinkwart (FDP) bislang nicht gesagt, wie die angekündigte Verdoppelung bei der installierten Windkraftleistung bis 2030 gelingen solle. Auch bei der Photovoltaik fehlten konkrete Maßnahmen. “Die Landesregierung redet gerne immer salopp über den Ausbau Erneuerbarer Energien daher. Sie praktiziert aber einen Blindflug, da sie um deren Potenziale wenig bis gar nichts weiß”, sagte der LEE NRW-Vorsitzende Reiner Priggen laut einer Mitteilung.

Die energiepolitische Sprecherin der Grünen im Düsseldorfer Landtag, Wibke Brems, schloss sich der Kritik an. “Schwarz-Gelb hat keine einzige der angekündigten Maßnahmen oder Erleichterungen umgesetzt, sie hat noch nicht einmal Entwürfe vorgelegt”, sagte sie laut einer Mitteilung.

Die Landesregierung hatte Mitte Dezember eine überarbeitete Energieversorgungsstrategie vorgelegt. Die Ausbauziele etwa bei der Stromgewinnung aus Wind und Sonnenlicht waren darin deutlich erhöht worden. “Mit der Fortschreibung der Energieversorgungsstrategie und den darin enthaltenen konkreten Maßnahmen und Forderungen bleiben wir als mit Abstand wichtigstes Energieland Taktgeber der Energiewende”, hatte Pinkwart bei der Vorlage gesagt. In NRW wird am 15. Mai ein neuer Landtag gewählt.

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