Tarifverhandlungen für Chemie- und Pharmaindustrie

In Hannover beginnen am Montag (11.00 Uhr) die bundesweiten Tarifgespräche für die rund 580.000 Beschäftigten der Chemie- und Pharmabranche. Es sind die ersten Verhandlungen über einen großen Flächentarifabschluss in Deutschland in diesem Jahr. Seit Anfang März gab es Sondierungstreffen in einzelnen Regionen – diese blieben allerdings noch ohne nennenswerte Annäherung.

Die Gewerkschaft IG BCE fordert für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ein Entgeltplus oberhalb der schon hohen Inflationsrate. Einbußen beim Reallohn seien nicht hinnehmbar, stattdessen müsse die Kaufkraft gesichert und gestärkt werden. Vertreter der Unternehmen sehen wegen der ebenfalls steigenden Investitions- und Rohstoffkosten aber keinen Spielraum dafür. Sie verweisen außerdem darauf, dass die Lage der Betriebe derzeit regional sehr unterschiedlich sei.

Am Vormittag wollen sich die Verhandlungsführer Ralf Sikorski (IG BCE) und Hans Oberschulte (Bundesarbeitgeberverband Chemie/BASF) im Tagungshotel am Flughafen Hannover-Langenhagen äußern, ehe sich beide Seiten zunächst zu internen Beratungen zurückziehen. Am Nachmittag (14.15 Uhr) sollen dann die eigentlichen Gespräche auf Bundesebene starten. Diese erste Runde wird direkt am Dienstag fortgesetzt.

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